Filmindustrie setzt auf 3D-Druck

18. April 2012, 8:27 Uhr | Archiv

Immer, wenn es bei der Fertigung von individuellen Objekten schnell und effizient gehen soll, kommt der 3D-Drucker zum Einsatz. Diesen und noch weitere Vorteile hat jetzt auch die Filmindustrie für sich entdeckt.

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Quelle: Greyloch (Creative Commons)

Hollywood entdeckt zunehmend den 3D-Druck für sich. Technologische Fortschritte ermöglichen mittlerweile den Einsatz im Studio-Alltag. Vor allem bei Filmen, die Computereffekte mit realen Szenen mischen, bietet der 3D-Druck entscheidende Vorteile. Für den Film Iron Man 2 beispielsweise wurde Hauptdarsteller Robert Downey Junior in manchen Szenen in eine Rüstung aus einem Drucker gesteckt.

Zwar liegen die Einstiegspreise für professionellen Gerät bei mehreren Zehntausend Euro, jedoch rechnen sich diese bei dem Ergebnissen, die die Filmindustrie benötigt. Die Alternativen zum 3D-Drucker sind auf Dauer deutlich teurer. Verschiedene Technologien ermöglichen zudem auch den Einsatz unterschiedlicher Materialien und Farben. Ein weiterer Vorteil bei der Erstellung von Requisiten mit dem 3D-Drucker ist, das die selben digitalen Modelle verwendet werden können, die auch für das Rendern der Spezialeffekte im Computer genutzt werden. So ist es möglich, dass zwischen realen Szenen und Computeranimationen praktisch kaum noch ein Unterschied zu erkennen ist. Die Herstellung ist im Vergleich zu herkömmlichen Methoden dabei noch bedeutend schneller als die handgefertigten Modelle.

Vor allem für Filme, die viele Effekte benötigen, können die Studios so Geld sparen. Bislang wurden die künstlerischen Vorstellungen der Produzenten mittels Modellen aus Kunstschaum verwirklicht. Bei jeder Änderung musste dabei ein neues aufwendiges Modell gefertigt werden. Mithilfe von 3D-Druckern können aus den Computermodellen Schritt für Schritt reale Miniaturen erstellt werden, um am Ende ein Objekt in Originalgröße zu produzieren. Änderungen können einfach an der Computervorlage vorgenommen werden.

Die Drucker, die Requisiten für die Filmindustrie herstellen, sind technisch auf dem neuesten Stand. Die einzelnen Schichten, aus denen sich ein gedrucktes Objekt zusammensetzt, sind deutlich dünner als ein Haar und mit freiem Auge kaum noch zu erkennen. Nach der Lackierung sind die Teile erst recht nicht mehr als Druckwerk zu identifizieren. Die Zuverlässigkeit ist mittlerweile ebenfalls sehr hoch. Obwohl die Anschaffungskosten der Geräte immer noch hoch sind, werden sie zunehmend am Filmset eingesetzt. Damit nähert sich High-End-3D-Druck dem Alltag einen weiteren Schritt.

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(Nils-Arne Pohlandt | Quelle: Pressetext)

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