AR-Brillen: Konkurrenz für Google

19. April 2012, 9:33 Uhr | Archiv

Nach Google hat nun auch das US-amerikanische Sport- und Bekleidungsunternehmen Oakley bekannt gegeben, mit Hochdruck an der Umsetzung von Augmented-Reality-Technologien (AR) in Form einer neuartigen Hightech-Brille zu arbeiten. Ganz wie bei der Konkurrenz des Internetkonzerns soll auch hier ein Head-Up-Display zum Einsatz kommen, das den Brillenträger mit allerlei nützlichen Informationen über seine aktuelle Umgebung und Smartphone-ähnlichen Features versorgt. Wichtigster Unterschied zum Google-Projekt: Die Nutzung soll auch ohne Handy möglich sein.

AR-Brille: Nicht nur Google sieht Potential - (Bild: pcworld.com)

„Im Endeffekt funktioniert doch alles über unsere Augen. Je näher wir eine technische Plattform bei den Augen ansiedeln können, umso schneller wird sie der Konsument auch annehmen“, erklärt Oakley-CEO Colin Baden gegenüber einer US-Nachrichtenagentur. Die Entwicklung innovativer AR-Brillen sei ein Anliegen, dem man firmenintern schon seit 1997 nachgehe. „Die Anwendungsmöglichkeiten derartiger Produkte sind enorm vielfältig“, betont Baden, der als konkrete Beispiele vor allem auf verschiedene Sportarten oder den Einsatz für militärische Zwecke verweist.

Von den genauen technischen Spezifikationen der geplanten Hightech-Augengläser ist bislang aber noch nichts bekannt. Fest steht lediglich, dass das geplante Produkt mit ähnlichen Funktionen aufwarten können soll, wie die kürzlich in einem Kurzvideo vorgestellte Google-Brille. Diese ist mit einem Mikrodisplay ausgestattet und ermöglicht es ihrem Träger, über integrierte Smartphone-Technik unterwegs ins Netz einzusteigen, um verschiedene Informationsdienste wie etwa den Wetterbericht oder Navigationshilfen nutzen zu können. Mithilfe einer eingebauten Kamera lassen sich zudem Fotos und Videos aufzeichnen und verschicken.

„Unser Produkt soll sowohl für sich alleine als auch in Kombination mit einem per Bluetooth verbundenen Smartphone funktionieren“, erläutert Baden den aus Usersicht zentralen Vorteil gegenüber Googles „Project Glass“. Die Steuerung soll per Spracherkennung erfolgen. Über Preis und Marktstart kann Oakley derzeit keine Angaben machen. „Die ersten Versionen des Produktes werden nicht billig sein“, lässt Baden lediglich wissen.

Für das kalifornische Unternehmen ist die Entwicklung von AR-Brillen nicht der erste Ausflug in die hochmoderne Technikwelt. So hat Oakley etwa schon im Jahr 2004 spezielle Sonnenbrillen in den Handel gebracht, die über einen integrierten MP3-Player verfügen. Das Produkt, das mittlerweile in der neuen Version „Thump Pro“ vorliegt, kostet 129 Dollar und bietet 500 Megabyte Speicherplatz.

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(Markus Steiner/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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