Was bringt Adobes Creative Cloud?

20. April 2012, 8:04 Uhr | Archiv

Adobe präsentiert am 23. April zwei neue Produkte: die Adobe® Creative Suite® 6 (CS6), über die wir bereits berichteten, und die Adobe Creative Cloud. Die CS6 ist die neueste Version der führenden Desktop-Applikationen von Adobe und bietet zahlreiche Innovationen für jeden Kreativbereich. Die Creative Cloud wird Adobes bisher umfassendste Kreativlösung sein.

(Bild: Adobe.com)

Über dieses abonnementbasierte Angebot können Anwender künftig auf sämtliche CS6-Applikationen und zugehörige Dienste sowie auf neue Tools, Adobe Touch Apps und vielfältige Community-Funktionen zugreifen.

In einem Abonnement für die Creative Cloud sind außerdem sämtliche Updates und Upgrades inbegriffen. Die Adobe Creative Suite 6 und die Adobe Creative Cloud erscheinen in der ersten Jahreshälfte 2012. Letztere ist eine wichtige Neuerung, die den Prozess der Inhaltserstellung grundlegend verändert und zur Zentrale für Kreativität werden wird. Neue Applikationen und Dienste erleichtern die Interaktion mit Kreativwerkzeugen und ermöglichen eine weltweite soziale Vernetzung von Kreativen.

Die Creative Cloud ist eine Komplettlösung, die eine Reihe an Diensten, Adobe Creative Suite®-Applikationen für den Desktop und Adobe Touch Apps sowie Community-Funktionen zusammenführt. Mit diesen Funktionen können neue und bestehende Kunden die Erstellung von Inhalten vom Desktop auf andere Medien ausweiten und über verschiedene Kanäle veröffentlichen.

Bei der Einführung der Creative Cloud werden u. a. Funktionen zur Verfügung gestellt, die speziell für die Verwaltung von Dateien auf mehreren Geräten mithilfe der Adobe Touch Apps konzipiert sind. Man kann sie dazu nutzen, in Touch Apps oder Creative Suite-Applikationen erstellte Dateien auf Ihrem Tablet oder Desktop-Computer weiterzubearbeiten oder zu präsentieren. Ebenfalls lassen sich Dateien mit mehreren Ebenen, Zeichenflächen oder Seiten in einem Webbrowser anzeigen und überall mit anderen austauschen. Ebenfalls enthalten ist die Digital Publishing Suite Single Edition, die kleinen bis mittelgroßen Agenturen und freiberuflich tätigen Designern eine einfache und kostengünstige Methode zur Bereitstellung von Apps für iPads, z. B. Broschüren, Portfolios oder visuell aufwendige eBooks bietet. Mithilfe vertrauter Adobe InDesign® CS5.5-Werkzeuge können Anwender ihrer Kreativität freien Lauf lassen und interaktive Inhalte entwickeln.

Die vollständige Funktionalität macht Adobe im Laufe des ersten Halbjahrs 2012 verfügbar. Bei planmäßiger Umsetzung haben Creative Cloud-Teilnehmer dann auch folgende Möglichkeiten:

(Bild: Adobe.com)

Applikationen – Zugang zum gesamten Portfolio der Creative Suite-Applikationen für den Desktop sowie den sechs Touch Apps, die auf der MAX angekündigt wurden. Damit erhalten Kunden alle Werkzeuge, die derzeit in der Adobe Creative Suite Master Collection enthalten sind, z. B. Adobe Photoshop®, Adobe InDesign®, Adobe Illustrator®, Adobe Dreamweaver®, Adobe Premiere® Pro und Adobe After Effects®, sowie neue Werkzeuge, die sich aktuell in der Beta-Phase befinden wie Adobe Edge und Adobe Muse.

Dienste – Wichtige in die Adobe Digital Publishing Suite integrierte Technologien für die Bereitstellung interaktiver Publikationen auf Tablets, Adobe Business Catalyst® zur Erstellung und Verwaltung von Websites und neue Design-spezifische Dienste, z. B. die Nutzung Cloud-basierter Schriften für Website-Layouts mithilfe einer Technologie, die Adobe durch die Übernahme von Typekit Inc. erworben hat. Diese Dienste erweitern die begrenzte Funktionalität der Desktop-Applikationen und bieten Kunden viele zusätzliche Optionen.

Community – Adobe arbeitet noch an der Fertigstellung dieses Bereichs der Creative Cloud. Geplant sind Optionen zur Präsentation und zum Austausch kreativer Inhalte und Ideen mit Gleichgesinnten auf der ganzen Welt, und ein Forum für Feedback und Anregungen, das die Vernetzung zwischen Kreativen fördert.

Die Creative Cloud ist ein abonnementbasiertes Angebot. Man hat die Wahl zwischen einer einjährigen Teilnahme oder einem monatlich kündbaren Abonnement, das Sie je nach Bedarf beenden oder reaktivieren können. Beim Jahresabo ist die monatliche Gebühr geringer, das Monatsabo bietet eine höhere Flexibilität. Neben einem kostenpflichtigen Abo sind einige der Funktionen kostenlos zugänglich, z. B. Datensicherung, Dateiverwaltung und -zugriff und andere Community-Funktionen.

Derzeit ist es möglich direkt von Ihrem Tablet aus auf Kreativprojekte zuzugreifen, ohne Dateien per E-Mail versenden oder per Kabel synchronisieren zu müssen. Öffnen Sie mit Adobe Touch Apps erstellte Dateien zur Weiterbearbeitung auf dem Desktop, oder importieren Sie mit Creative Suite-Applikationen angefertigte Arbeiten als Referenz oder zur Präsentation in eine der Touch Apps. Importieren Sie nur die Ebenen oder Zeichenflächen, die Sie anzeigen möchten.

Preise und Verfügbarkeit
In den USA kostet die Adobe Creative Cloud 49,99 US-Dollar im Monat. Adobe wird seine Kreativlösungen wie die Creative Suite, Photoshop, Illustrator, InDesign und Dreamweaver jedoch auch weiterhin als Suiten und Einzelprodukte anbieten. Auf kurz oder lang dürfte allerdings die Cloud-Software die Zukunft für Adobe sein. Für den Preis von 49,99 US-Dollar (Vermutlich liegt der Europapreis bei 49,99 Euro) bekommt man neben allen bisherigen Cloud Features auch die CS 6 von Adobe als Cloud Lösung. Dabei handelt es sich zwar noch um Desktop-Software, diese synchronisiert und authentifiziert sich allerdings ständig über das Internet.

Update-Pfade von CS3 und CS4
Anders als anfänglich von Adobe bekannt gegeben, werden auch Nutzer der Adobe CS3 und CS4 auf die neue CS6 updaten können ohne vorher die aktuelle CS5.5 erwerben zu müssen. Die CS6 soll im ersten Halbjahr 2012 erscheinen und mit der Veröffentlichung wird es auch eine neue Bekanntgabe zu den Upgrade-Preisen für CS3 und CS4 Besitzer geben. Bislang blieb Adobe konkrete Details schuldig, klar ist jedoch, dass das Update-Angebot nur bis zum 31. Dezember 2012 gültig sein wird.

Adobe stellt seine Creative Cloud in einem kurzen YouTube-Video vor:

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(Marco Schürmann | Quelle: adobe.com)

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