Augmented Reality im Schaufenster

26. April 2012, 9:23 Uhr | Archiv

Die Edel-Kaufhauskette Bloomingdale’s bereichert ihre Auslagen mit Augmented-Reality-Features. Interessierte Kundschaft kann nun teure Designer-Sonnenbrillen virtuell anprobieren und sich auf Basis des Ergebnisses anschließend beraten lassen. Oliver Kenn, Geschäftsführer der On Tour Marketing GmbH, sieht digitale Bereicherung als Zukunft des Einkaufserlebnisses.

Sonnenbrille: Kaufhaus mit digitaler Anprobe - (Foto: pixelio.de/RainerSturm)

Die computergestützte Brillenanprobe setzt auf einen Bildschirm, der als digitaler Spiegel fungiert, sowie eine Kamera. Tritt der User vor das Gerät, so werden ihm aktuell vier verschiedene Modelle angeboten. Eine runde Markierung auf dem Screen hilft ihm bei der Positionierung, anschließend platziert das mit Gesichtserkennung ausgestattete System die Brille auf der Nase.

Ist der Kunde vom Resultat überzeugt, so kann er per Knopfdruck einen Screenshot der aktuellen Montage erstellen, der in das Geschäft an einen Verkäufer übermittelt wird. Dieser hilft bei der weiteren Anprobe und Stilberatung. Die technische Innovation soll auf diese Weise den Verkauf der teuren Accessoirs ankurbeln.

Positiv beurteilt Kenn das neue Lockmittel von Bloomingdale’s. „Das ist die Zukunft“, prognostiziert er. „Die Verschmelzung von Internet, Technologie und physischem Vertrieb wird alltäglich werden.“ Der automatisch personalisierte und mit digitalen Erlebnissen angereicherte Erwerb von Waren wird den Handel off- und online revolutionieren.

Am stärksten ausgeprägt wird diese Entwicklung vor allem in spezialisierten Läden, wie etwa Modeboutiquen, sein, schätzt der Experte. Dort spielt Selbstbedienung eine wesentlich geringere Rolle als etwa in Supermärkten, während das Personal mit seiner beratenden Funktion entscheidend zum Verkauf beiträgt.

Weniger Platz findet die technisch gestützte Individualisierung dort, wo Waren des alltäglichen Gebrauchs verkauft werden, schätzt Kenn. Hier, so der Fachmann abschließend, wird sich vor allem der Vertriebsweg vereinfachen und die Produkte werden noch unkomplizierter und schneller vom Kunden über verschiedene Kanäle gekauft werden können.

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(Georg Pichler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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