Absatzeinbruch bei Android-Tablets

5. Mai 2012, 13:17 Uhr | Archiv

Das Liefervolumen von Android-Tablets im ersten Quartal 2012 fiel im Vergleich zum vierten Quartal 2011 mit minus 38,4 Prozent deutlich rückläufig aus, wie eine Studie der International Data Corporation (IDC) zeigt. „Das vierte Quartal ist aufgrund des Weihnachtsgeschäftes sehr stark. Das rasante Wachstum auf dem Tablet-Markt bleibt aber erhalten“, erklärt Eerik Budarz, Analyst bei Silvia Quandt Research.

Tablet: weniger Android-Geräte ausgeliefert - (Foto: pixelio.de/olga meier-sander)

Im ersten Quartal wurden 17,4 Mio. Tablets ausgeliefert, im Quartal davor 28,2 Mio. Flachrechner. Ursprünglich rechneten die Experten im Vergleich zum umsatzstarken Jahresende mit einem Minus von 34 Prozent für das erste Quartal. Auf Jahressicht lag die Wachstumsrate mit einem Anstieg von 7,9 Mio. auf 17,4 Mio. Tablets bei 120 Prozent.

Apple hat auch im ersten Quartal mit rund 11,8 Mio. iPads weniger ausgeliefert als zum Jahresende (15,4 Mio.). Dafür stieg der weltweite Marktanteil des kalifornischen Unternehmens: Per Ende März konnte dieser von 54,7 Prozent auf 68 Prozent zulegen. Damit nimmt Apple die Führungsposition unter den Anbietern ein. Samsung folgt auf Platz zwei. „Die Südkoreaner haben vor allem von ihrer Produktvielfalt profitiert. Hier sehe ich noch sehr viel Potenzial“, meint Budarz.

Mit Megaeinbußen hat hingegen Amazon zu kämpfen: Das Unternehmen hat aktuell ein Marktanteil von vier Prozent, noch per Jahresende hatte dieser 16,8 Prozent betragen. Damit rutscht die Gesellschaft aus Seattle vom zweiten auf den dritten Platz. „Trotz des Rückganges wird Amazon nach wie vor zu den Big Playern zählen“, erklärt Budarz. Auf Platz vier folgt Lenovo, Platz fünf geht an Barnes & Noble.

Mit dem für Herbst erwarteten neuen Betriebssystem Windows 8 rechnen die Experten mit einer Belebung des Marktes. Damit werden laut den IDC-Experten die Karten im heftig umkämpften Tablet-Markt in der zweiten Jahreshälfte neu gemischt. „Das könnte ein großer Durchbruch werden. Auf dem Markt ist jedenfalls noch genug Platz für ein drittes Betriebssystem“, sagt Budarz abschließend.

(Quelle: pressetext.com)

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Marco Schürmann

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