Schnellster Internetanschluss Deutschlands

4. Juni 2012, 8:42 Uhr | Archiv

Kabel Deutschland (KD) hat in einem Feldtest als weltweit erster Kabelnetzbetreiber erfolgreich eine Downloadge- schwindigkeit von 4.700 Mbit/s (4,7 Gbit/s) über das Fernsehkabelnetz erreicht. Bei dem Test im Schweriner Kabelnetz wurde die zukunftsweisende Leistungsfähigkeit des Breitbandkabels erneut manifestiert. Bereits im Jahr 2010 erzielte KD bei einem Test im Hamburger Kabelnetz einen Spitzenwert von 1,17 Gbit/s. Mit der nun erreichten Höchstgeschwindigkeit von 4,7 Gbit/s ist Kabel Deutschland schon heute in der Lage, weit mehr Bandbreite zu erzielen, als aktuelle PCs und Laptops verarbeiten können.

Im auf 862 MHz ausgebauten Schweriner Kabelnetz können Kabel Deutschland-Kunden mit modernisiertem Hausnetz schon heute mit bis zu 100 Mbit/s im Internet surfen. Im Feldtest in Schwerin wurde nun dokumentiert, dass ein entsprechend aufgerüstetes Kabelnetz Internetgeschwindigkeiten von bis zu 4,7 Gbit/s übertragen kann. „Theoretisch könnte man mit dieser Downloadgeschwindigkeit eine DVD in acht Sekunden aus dem Netz laden. Aktuell gibt es jedoch noch keine Laptops oder Modems, die diese hohen Geschwindigkeiten verarbeiten können. Es wird noch viele Jahre dauern, bis im Internet Anwendungen und Inhalte verfügbar sind, für die Internetgeschwindigkeiten von bis zu 4,7 Gbit/s benötigt werden“, erklärt Lorenz Glatz, Chief Technology Officer (CTO) von Kabel Deutschland. „Der Schweriner Feldtest zeigt jedoch, dass das Breitbandkabel bereits heute eine leistungsstarke und zukunftsfähige Infrastruktur ist, die noch viel Potenzial bietet und als einzige Infrastruktur in Deutschland derart hohe Bandbreiten in der Fläche leisten kann“, sagt Dr. Adrian v. Hammerstein, Vorstandsvorsitzender von Kabel Deutschland

Der Feldtest wurde an einem Testanschluss in einer Schweriner Schule im modernisierten Kabelnetz von Kabel Deutschland durchgeführt, welches in 13 Bundesländern verfügbar ist. Weitere Arbeiten wie z. B. Tiefbau waren nicht notwendig. Der 4,7 Gbit/s-Feldtest basiert ausschließlich auf bereits heute verfügbare Standards, Technologien und Geräte. Konkret kommt in Zusammenarbeit mit dem Kabel Deutschland-Technologiepartner ARRIS der Übertragungsstandard EuroDocsis 3.0 zum Einsatz, der bereits heute großflächig bei Kabel Deutschland angewandt wird. KD hat dazu eine zusätzliche handelsübliche CMTS (Cable Modem Termination System, das Gegenstück des Kabelanbieters zum Kabelmodem) der Firma ARRIS (ARRIS C4®) in der Schweriner Kabelkopfstelle eingesetzt, die den Feldtest-Standort versorgt. Vor Ort wurde ein breitbandiger Testaufbau mit zwölf Kabelmodems von ARRIS (ARRIS Touchstone CM820S) miteinander verbunden, die durch Kanalbündelung eine entsprechende Übertragungskapazität lieferten. „Unser Feldtest mit der Übertragungsrate von deutlich über 4 Gbit/s war ein voller Erfolg und unterstreicht abermals die Möglichkeiten eines Kabelnetzes als einziges großflächiges Ultrabreitbandnetz im deutschen Breitbandmarkt“, fasst Glatz zusammen.

(Quelle: Kabel Deutschland)

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