Internet Explorer 7-Nutzer zahlen Aufpreis in Online-Shop

14. Juni 2012, 16:20 Uhr | Archiv

Der australische Online-Händler „Kogan“ verfolgt einen sehr eigenen Ansatz, die Nutzer zu einem Update ihres Browsers zu bewegen. Benutzer des Internet Explorer, bekannt für allerhand Probleme, zahlen künftig eine 6,8%ige „Internet Explorer 7-Steuer“. Nutzer anderer Browser sind natürlich von der Steuer ausgenommen.

(Quelle: techcrunch.com)

Der Internet Explorer 7 ist bekannt dafür, Webentwicklern regelmäßig einen Strich durch die Rechnung zu machen. Mangelnde Unterstützung aktueller Technologien oder eine sehr eigenwillige Umsetzung der Webstandards führen dazu, dass Entwickler viel Zeit darin investieren müssen, eine Seite auf dem Internet Explorer 7 genau so aussehen zu lassen wie in anderen Browsern.

Der australische Millionär Ruslan Kogan hat davon nun genug und will in dem Online-Shop seines Unternehmens eine Internet Explorer 7-Steuer einführen. Kunden, die diesen Browser nutzen, müssen 6,8% mehr zahlen als die Nutzer anderer Browser. In seinem Blog sagte er, dies würde vielleicht wie ein Scherz klingen, sei aber ganz bestimmt keiner.

Ziel dieser Steuer soll es sein, die Nutzer zu einem Update ihres Browsers zu bewegen. Dabei will der Online-Shop ebenfalls helfen, indem er Tipps gibt, wie und wo man einen aktuellen Browser herunterladen kann.

Kogans Intention ist durchaus verständlich. Er beklagt sich darüber, dass seine Entwickler viel Zeit damit zubringen müssten, die Shop-Software so anzupassen, dass sie auf die Eigenheiten des Internet Explorer 7 eingeht und eine einheitliche Darstellung gewährt bleibt. Diese Entwicklungszeit koste verständlicherweise Geld und müsste über die Preise an die Kunden weitergegeben werden. Der Erfolg der Plattform, so Kogan, beruhe jedoch darauf, durch den Einsatz neuester Technologien günstige Preise anbieten zu können.

Er vermutet, dass der Internet Explorer 7 die ganze Internetökonomie mehrere Millionen Dollar pro Jahr koste. Folglich wäre es auch Aufgabe dieser Ökonomie, aber auch aller Internetbenutzer, sich dafür einzusetzen, dass das Internet sich weiterentwickelt und zu „einem besseren Ort“ wird. Dazu dürfe man sich allerdings nicht mit Missständen wie dem Internet Explorer 7 zufrieden geben, sondern müsse aktiv dagegen vorgehen.

(Quelle: techcrunch.com)

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Florian Meier

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