Deutsche vertrauen Online-Informationen nicht

15. Juni 2012, 8:15 Uhr | Archiv

Die weltweit größte internationale Studie über Online-Konsumentenverhalten, bei der mehr als 36.000 Benutzer einbezogen wurden, brachte bemerkenswerte Unterschiede unter den Kulturen zum Vorschein. Außerdem scheint Simplizität das Geheimnis zum Erfolg zu sein. Die Online-Konsumentenbefragung von Webreep analysierte das Verbraucherverhalten im Internet zwischen Mai 2011 und Mai 2012. Teilnehmer waren über 7 Regionen verteilt, darunter Frankreich, Deutschland, Spanien, Australien, China und Russland.

(Quelle: twoqubes.com)

Die Studie zeigte, dass Deutsche die Qualität der Online-Information als sehr gering einschätzen: 51 % geringer als Franzosen, 13 % geringer als Spanier und US-Amerikaner, 45 % geringer als Australier, 33 % geringer als Chinesen und 44 % geringer als Russen. Dr. Brent Coker, ein Online-Konsumpsychologe und Mitautor des Berichts, ist der Meinung, dass hohe Qualitätserwartungen an Information mit einer intrinsischen Motivation für Präzision verknüpft sind. Menschen, die hohen Wert auf sachliche und genaue Information legen, sind sehr akkurat und präzise in ihrem Verhalten. Die Daten legen nahe, dass Deutsche bei der Internetnutzung sehr zielgerichtet und gegenüber der verfügbaren Information äußerst kritisch sind”, erklärte Dr. Coker. Die Umfrage ergab außerdem, dass Deutsche eine niedrige Geduldsschwelle für Download-Geschwindigkeiten haben, 74 % weniger als Amerikaner, 70 % weniger als Franzosen und 43 % weniger als Spanier.

Deutschland besitzt eines der fortschrittlicheren Breitbandnetze; trotzdem zeigen Deutsche eine geringe Toleranz für niedrige Downloadgeschwindigkeiten. Auch dies scheint mit dem präzisen, zielgerichteten Verhalten zusammenzuhängen, das wir auch in der Industrie Deutschlands, einer der weltweit erfolgreichsten Volkswirtschaften erkennen können”, meinte Dr. Coker. Für alle in dieser Analyse einbezogenen Länder stellt die Studie fest, dass Websites mit der höchsten Mund-zu-Mund-Propaganda und Loyalität auch einfach zu bedienen waren.

Dies könnte erklären, warum überaus erfolgreiche Websites wie Pinterest und Instagram in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt sind. Beim Design simpler Websites, die komplexe Funktionen ausführen, haben die Amerikaner die Nase vorn. Facebook und LinkedIn sollten Benutzerfreundlichkeit in den Mittelpunkt stellen, wenn sie überleben wollen”, so Dr. Coker.

(Quelle: Pressemeldung Webreep)

Über den Autoren

Marco Schürmann

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Hinterlasse eine Antwort


*

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2014 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv