MacBook Pro mit Retina-Display verwendet proprietäre Bauteile

15. Juni 2012, 9:27 Uhr | Archiv

Kurz nach der Präsentation des neuen MacBook Pro mit Retina Display haben Experten jetzt die ersten Geräte dieser Baureihe zerlegt und sind dabei auf eine große Menge proprietärer Bauteile gestoßen. Eine kostengünstige Aufrüstung oder Reparatur, die bisher oft selbst durchgeführt werden konnte, ist damit ausgeschlossen.

(Quelle: arstechnica.com)

Um das neue MacBook Pro noch dünner zu machen, wird auf ein Hardware-Design zurückgegriffen, dass dem des MacBook Air nachempfunden ist. Daraus ergibt sich beispielsweise, dass der Arbeitsspeicher auf dem Mainboard verlötet ist. Der Akku des Gerätes ist im Gehäuse verklebt, bei einer Demontage können darunter laufende Kabel für das Trackpad sehr leicht beschädigt werden. Darüber hinaus entsprechen die verbauten SSD-Festplatten nicht den gängigen Spezifikationen. Sowohl die Größe, aber auch die Anschlüsse stimmen nicht mit den üblichen PCIe- oder mSATA-Anschlüssen überein.

Als Folge dieser besonderen Bauweise werden Aufrüstungen nur vergleichsweise teuer möglich sein, da keine Standard-Teile genutzt werden können. Im Falle des Arbeitsspeichers wird überhaupt keine Aufrüstmöglichkeit bestehen. Wer also bisher die Geräte in Minimalkonfiguration bestellte, um sie selbst oder von Fachpersonen entsprechend aufrüsten zu lassen, der muss nun umdenken.

Die Profis von „iFixit“ bemängeln darüber hinaus auch die Konstruktion des Retina-Displays. Durch die besondere Bauweise würde das Display sehr dünn und stabil ausfallen, im Falle eines Kratzers oder noch so kleinen Defektes muss aber das komplette, sicherlich nicht günstige, Display getauscht werden, da einzelne Komponenten nicht ausgewechselt werden können.

Damit sei das neue MacBook Pro das am wenigsten reparierbare Notebook, dass iFixit bis heute untergekommen wäre. Apple habe „alle Sachen die wir hassen in ein schönes, kleines Gehäuse verpackt“ und dies zu allem Überfluss noch verklebt. Es sei praktisch unaufrüstbar und könne damit nicht wachsenden Bedürnissen angepasst werden.

(Quelle: arstechnica.com)

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Florian Meier

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