Google I/O Keynote 2012

28. Juni 2012, 9:10 Uhr | Archiv

Gestern Abend überschlugen sich die Nachrichten im Netz als Google während seiner Entwicklerkonferenz eine Neuerung nach der anderen präsentierte. Wir fassen hier für Sie die wichtigsten Neuigkeiten aus San Francisco rund um das Nexus Tablet, das Nexus Q, die Google Glasses oder Android 4.1 zusammen.

Die am längsten erwartete und am sichersten vorausgesagte Neuerung ist das Google Tablet Nexus 7. Auch wir haben viel und häufig über das Gerät berichtet, dass sich anschickt, dem Kindle Fire Konkurrenz zu machen. Wie erwartet versucht Google über einen geringen Preis in den Markt einzudringen.

Das 7 Zoll Tablet mit 8 oder 16 GB Speicher, einem 1,3 GHz Vierkern-Prozessor sowie einem NFC-Chip ist ab 199 Dollar zu haben. Vorerst leider nur in den USA, Kanada und Australien. Für mehr Informationen verweisen wir auf unseren Artikel zum Nexus 7.

 

Vollkommen unerwartet präsentierte Google das „Nexus Q“. Mit diesem Multimedia-Gerät steigt Google in den Bereich „Android@Home“ ein. Ziel von Android@Home ist es, die Android-Software-Plattform auch über Smartphones hinweg bekannt und nutzbar zu machen.

Das Nexus Q funktioniert deshalb als Medienplayer auf Basis von Android 4.0. Mit 1 GB Arbeitsspeicher, 16 GB Flashspeicher und Konnektivität per W-LAN, LAN, Bluetooth und NFC verbindet sich das Gerät mit Smartphones oder Tablets und kann dann Musik direkt aus der Cloud streamen und vieles mehr.Das Gerät soll 299 US-Dollar kosten, Google hebt besonders die Herstellung in den USA hervor.

Ein Erscheinungstermin für den europäischen Markt ist auch hier noch nicht bekannt, wir empfehlen das Produktvideo von Google um sich einen Überblick über die Funktion des Gerätes zu verschaffen.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt waren natürlich die Google Glasses. Google kündigte in der etwa halbstündigen Präsentation der Glasses an, dass sie für die Teilnehmer der Konferenz ab sofort vorbestellbar wären.

Zu einem Preis von 1.500 US-Dollar können Entwickler eine „Explorer Edition“ der Brille erhalten, um sich mit der neuen Technologie vertraut zu machen. Die Auslieferung erfolgt aber erst im nächsten Jahr und die Geräte seien noch weit von der Serienreife entfernt.

Google gab an, man wüsste selbst noch nicht genau, was alles sich mit den Glasses realisieren lasse. Insofern ist die Explorer Edition auch ein Stück weit der Versuch die Grenzen der Technologie abzustecken.

Einige Beispiele zeigte man dann in einer Präsentation, bei der eine der Brillen live in das Kongresszentrum transportiert wurde. Über Google+-Hangouts übertrugen dabei bis zu vier der Brillen Live-Aufnahmen der Kuriere.

 

Über die Einführung oder Präsentation dieser neuen Geräte hinaus, wurden viele Verbesserungen in den Software-Lösungen von Google vorgestellt.

 

Der Funktionsumfang in Google+ zum Beispiel wurde enorm erweitert. Über eine „Party-Funktion“ ist es nun möglich Bilder, die auf einer Veranstaltung aufgenommen und bei Google+ eingestellt wurden, gezielt zu sammeln und automatisch Slideshows davon zu präsentieren. Die entsprechenden Apps wurden dazu überarbeitet, in Kürze sollen auch Apps für Android-Tablets und das iPad zur Verfügung stehen, um Google+ auch hier noch besser nutzen zu können.

 

Android 4.1 „Jelly Bean“ wurde ebenfalls präsentiert. Zahlreiche Veränderungen sollen das System noch schneller und stabiler machen, das Google Nexus 7 kommt zuerst in den Genuss der neuen Software, bis Mitte Juli auch die ersten Smartphones der Nexus-Serie nachziehen. Ob und wann andere Smartphones in den Genuss des neuen Betriebssystems kommen ist bisher unklar.

Neben einem schnelleren System hat Google auch die Suche überarbeitet und einen Sprachassistenten ähnlich Apples Siri integriert. Durch die intelligente Verknüpfung aller möglichen Daten kann dieses System sogar sagen, wenn ein Bus Verspätung hat, oder wann man aufbrechen muss, um zu einem Termin rechtzeitig zu kommen.

(Quelle: Videostream der I/O 2012, techcrunch.com)

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Florian Meier

1 Kommentar

  1. Antworten

    […] Und eigentlich gibt es für heute nicht viel zu sagen außer: Googles Keynote. Wer sich durch die Neuerungen wirklich durchbeißt, verbraucht wohl einen ganzen […]


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