Falscheingaben werden von Touchscreen-Software automatisch aussortiert

10. Juli 2012, 9:10 Uhr | Archiv

Das Hauptproblem bei der Steuerung von Touch-Geräten ist das unabsichtliche Ankommen oder Ausrutschen auf den Tastenfeldern der virtuellen Tastaturen oder den ungünstig angebrachten Funktionsbuttons, so die Forschungsabteilung von Nokia Research. In Zukunft könnten derartige Probleme behoben werden – Nokia Forscher haben eine spezielle Software entwickelt, die bis zu 80 Prozent der unbeabsichtigten Eingaben erkennen soll und anschließend automatisch aussortiert.

Fehler bei Touchscreen-Eingaben sollen künftig verhindert werden können – (Bild: XDA-Developers)

„Die Eingabe über eine virtuelle Tastatur auf einem Touchpad stellt eine ‚Simulation‘ einer physikalischen Tastatur dar, die derzeit noch nicht das ‚Echtheits-Gefühl‘ bei der Eingabe bieten kann. Somit sind Usability und auch User-Experience noch nicht optimal“, erklärt Michael Bechinie, Senior Consultant bei USECON. Laut ihm gebe es grundlegend zwei Usability-Probleme: Zum einen die Größe der Tastatur, zum anderen nicht ausreichendes haptisches Feedback bei den Eingaben. „Beide Probleme führen letztendlich zu Fehleingaben durch den User“, so Bechinie. Zwar sieht er technische Assistenzsysteme prinzipiell als sinnvoll an, „der User muss aber auch die Möglichkeit haben, diese zu deaktivieren“.

NewScientist zitiert die für die neue Nokia-Entwicklung verantwortlichen Forscher Juha Matero und Ashley Coller: „Wir haben eine Software konstruiert, die selbstständig den Unterschied zwischen einer absichtlichen Berührung und einem ungewollten Missgeschick feststellen kann“. Für den Entwicklungsprozess haben die beiden Ingenieure 17 ihrer Kollegen einer Reihe von Usability-Tests unterzogen und dabei die größten Probleme ausfindig gemacht. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen: Von mehr als 4.000 registrierten Touch-Befehlen waren knapp 1.500 unbeabsichtigt, also fehlerhaft. Knapp 99,7 Prozent der korrekten Eingaben wurden innerhalb von 70 bis 400 Millisekunden ausgeführt – ungewollte Ausrutscher brauchten im Schnitt weniger Zeit. Diese Ergebnisse dienten als Basis zur Entwicklung der Software. Wir sind gespannt, wie sich die Software später in der Praxis bewährt und halten Sie auf dem Laufenden.

(Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Marco Schürmann

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv