49 Prozent der Onliner nutzen den „Second Screen“

16. Juli 2012, 9:26 Uhr | Archiv

84 Prozent der Internetnutzer zwischen 14 und 49 Jahren surfen gelegentlich während des Fernsehens im Internet. Knapp die Hälfte der Onliner (49 Prozent) verwendet den zweiten Bildschirm bereits um konkrete Informationen abzurufen, die in direktem Bezug zu den gesehenen TV-Inhalten stehen. Mehr Zahlen und Informationen gibt es hier.

(Bild: advanced-television.com)

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie ‚Second Screen Zero – Die Macht des zweiten Bildschirms‘, die von der Darmstädter Unternehmensberatung Anywab durchgeführt wurde. Die Marktforscher beschäftigen sich mit dem neuen und schnell wachsenden Trend und haben für die erste Second Screen Studie in Deutschland 2.000 Internetnutzer (14-49 Jahre) befragt. Neben der allgemeinen Untersuchung zum aktuellen Stand war es Ziel der Studie, die Potenziale des Second Screen für TV-Nutzer, die Internet- und die Werbeindustrie herauszuarbeiten.

Für Boris von Heesen, Inhaber und Geschäftsführer von Anywab, gleicht das Phänomen Second Screen einer schleichenden Revolution, die mittelfristig das Fernsehverhalten und auch das Angebot der Sender massiv verändern wird: „Die starke Verbreitung von Smartphones und Tablet PCs bei gleichzeitig steigendem Angebot von mobilen Apps wird den Second Screen beflügeln. Die Werbewirtschaft wird schon bald kombinierte First und Second Screen Lösungen nachfragen. Daraufhin wird die Internetwirtschaft ihre Angebote auf das Fernsehverhalten abstimmen, und die TV-Sender werden mit kombinierten TV-/Second Screen-Formaten versuchen, die Zuschauer in ihrem Mikrokosmos zu halten.“

Zwar ist der Second Screen gerade für werbefinanzierte Sender eine große Chance, gleichzeitig haben die Sender aber keine Hoheit über den zweiten Bildschirm. Über die Inhalte entscheidet alleine der Zuschauer. Hier öffnet sich die Tür für die Internetwirtschaft. So genannte „Social TV“-Lösungen bieten schon heute auf das Fernsehen abgestimmte Online-Angebote an. Mittelfristig werden aber auch Unternehmen wie Google, Facebook oder Amazon nicht achtlos am schlafenden Riesen Second Screen vorübergehen. In erster Linie aber kann der Second Screen eine wirkliche Bereicherung für die Fernsehzuschauer werden. Sie können sich untereinander während des Fernsehens vernetzen und haben die Möglichkeit näher an ihre TV-Sendung heranzurücken oder selbst Teil des Geschehens zu werden.

Ein Auszug der Studie mit weiterführenden Fakten zum Phänomen Second Screen, der Fragenkatalog, der Studiensteckbrief sowie Bildmaterial kann hier runtergeladen werden.

(Quelle: Pressemeldung anywab.com)

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Marco Schürmann

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