Amazon wehrt sich gegen Verkauf von Googles Nexus 7

18. Juli 2012, 9:20 Uhr | Archiv

Amazon, das weltweit größte Online-Versandhaus, versucht sich mit dem Kindle Fire derzeit auf dem Tablet-Markt und sorgte in der Vergangenheit für Schlagzeilen, denn die Produktionspreise für das Gerät fallen höher aus als der eigentliche Verkaufspreis. Ein riskantes Vorhaben, das vor allem aber dazu dienen soll, möglichst viel Content zu verkaufen und damit Profit zu machen. Grund genug für Amazon, sich gegen die Konkurrenz zu wehren.

Der Kampfpreis von knapp 200 Euro für ein entsprechendes Gerät scheint jedoch nicht nur von Amazon genutzt zu werden. Mit dem Google Nexus 7 begibt sich auch Google selbst ins Rennen und bietet die 16 Gigabyte-Variante des hauseigenen Tablets ebenfalls für einen ähnlichen Preis an. Amazon reagiert darauf, schließlich möchte man seine eigene Tablet-Serie weiter verbreiten, und bietet das Google Nexus 7 nicht bei sich im Shop an.

Beim Vergleich der technischen Daten der beiden Tablets liegt Googles Nexus 7 klar vorn – auch Amazons Kindle Fire 2 kann hier nicht stärker punkten. So läuft ein Kindle Fire beispielsweise noch mit Android 2.3, während man beim Google Nexus 7 bereits Android 4.0 einsetzt.

Die Frage ist jedoch: Kann Amazon durch sein Handeln das Geschäft von Google beeinflussen? Durch den fehlenden Vertrieb über Amazon wird sicherlich ein kleiner Teil des Umsatzes fehlen, denn das Online-Versandhaus genießt eine große Popularität und hat dadurch starkes Potential, das Geschehen zu beeinflussen. Wir sind gespannt, ob Amazon nachsetzt und die Preise für seine Kindle-Geräte noch weiter nach unten steuert.

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Marco Schürmann

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