Erste Waffe aus dem 3D-Drucker abgefeuert

1. August 2012, 10:10 Uhr | Archiv

Eine zum Teil aus Plastik-Teilen bestehende Pistole des Kaliber 22 hat ein amerikanischer Waffenliebhaber mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt und 200 Schüsse damit abgefeuert. Bei der Waffe handelt es sich um eine Eigenkonstruktion.

(Bild: sync-blog.com)

Dabei kommt das untere Gehäuse der Pistole, das mit einem 3D-Modell einer Komponente des Maschinengewehrs M16 erstellt wurde, aus dem 3D-Drucker – die restlichen Teile seien aus Metall. Das Gehäuse ist laut US-Gesetz der Teil, der eine Waffe ausmacht. Hier befindet sich auch die Seriennummer, auf der die Kontrolle beruht.

Für die Herstellung wurde ein Stratasys-Drucker genutzt. Die Kosten für die Herstellung des Druckerzeugnisses lagen bei knapp 30 Dollar. Günstigere Geräte könnten die Kosten bei der Herstellung auf knapp zehn Dollar pro Stück senken.

Da das eigens hergestellte Gehäuse keiner staatlichen Kontrolle unterliegt, könnten 3D-Drucker hier zum Missbrauch verleiten. Dann nur die Gehäuse werden kontrolliert – die anderen Waffenteile seien auch ohne Waffenschein frei erhältlich.

„Wie bei vielen anderen Technologien besteht auch beim 3D-Druck die Möglichkeit zum Missbrauch. Der Druck von Waffen und anderen potenziell gefährlichen Produkten ist im Zweifelsfall schwierig zu unterbinden, da die Technologie schnell und unkompliziert fast jedes vorstellbare Produkt erzeugen kann. Hier ist die Politik gefordert, eine Lösung zu finden“, erklärt Petra Wallasch von Realityservice.

Die Vorteile der Produktion durch einen 3D-Drucker liegen auf der Hand: „Die gedruckten Teller werden leicht zu recyceln sein, aus den
Rohstoffen der alten Teller werden einfach neue entstehen. Für den Umweltschutz wäre das ein ungeheurer Fortschritt“, so Wallasch. Laut ihr, wird der 3D-Druck auch noch viele andere Bereiche des Lebens revolutionieren: „Auch die Wirtschaft steht vor einem Umbruch, wenn nur noch gedruckt wird, was auch tatsächlich gebraucht wird. Viele Produkte werden schlicht und einfach nicht mehr im Einzelhandel gekauft werden. Am Ende wird die Welt von der 3D-Druck-Technologie profitieren“.

(Quelle: pressetext.com)

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Marco Schürmann

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