Sommerloch gleich Werbeloch?

1. August 2012, 9:25 Uhr | Archiv

Die meisten Bundeländer melden jetzt Schulferien. Viele Unternehmen reagieren mit ihrem Marketing darauf wie jedes Jahr: Sie tun nichts. Ein Umstand, den Geschäftsführer Jörg Hörtkorn von Hörtkorn Versandservice GmbH bei Stuttgart nicht nachvollziehen kann.

(© Sergej Khackimullin – Fotolia.com)

Viele Firmen teilen ihr Werbebudget in zwei Hälften auf: von Jahresanfang bis vor den Sommerferien, und nach den Sommerferien bis Jahresende. Dazwischen klafft ein Werbeloch. Mit der Folge, dass im Juli und großen Teilen vom August ein Großteil der Marketing-Aktivitäten in Deutschland fast komplett zum Erliegen kommt.

Auch wenn dieser Trend schon lange zu beobachten ist, so entwickeln sich die Marketing-Gepflogenheiten deutscher Firmen Jahr für Jahr immer weiter in diese Richtung. Sommerloch gleich Werbeloch. „Von September bis Juni arbeiten wir ständig am oberen Limit. Im Juli brechen die Direktwerbe-Aktivitäten massiv ein“, so Hörtkorn.

Was nicht wirklich erklärbar ist, wie viele Studien und Untersuchungen belegen.
Erst die kontinuierliche Ansprache trägt maßgeblich dazu bei, in den Köpfen der Empfänger präsent zu sein. Diese Erkenntnis spielt Unternehmen, die antizyklisch auftreten, doppelt in die Hände. Sie bekommen zusätzlich viel besser den Fuß in die Tür, weil sie sich von der Masse abheben. Denn die meisten Unternehmen spulen genau dann Ihre Marketing-Maßnahmen ab, wenn es alle tun – und laufen Gefahr, in der Masse der Werbung unterzugehen.

Hörtkorn weist darauf hin, dass die meisten Menschen nur zwei, maximal drei Wochen während der Sommerferien verreist sind. Viele bleiben während dieser Zeit ganz zu Hause, weil sie ihren Haupturlaub zu einem anderen Zeitpunkt nehmen. Andere lassen es sich zu Hause gutgehen und haben mehr Zeit, was wiederum mit mehr Konsum einhergeht.

Hörtkorns Fazit: „Kleinere Konkurrenz, größere Chancen. Antizyklische Werbung zahlt sich aus.“

(Quelle: Pressemeldung Hörtkorn Versandservice GmbH)

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Marco Schürmann

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