NFC-Technologie vor dem Durchbruch

17. August 2012, 9:47 Uhr | Archiv

Die „Near Field Communication“ (kurz NFC) könnte schon bald in unseren Alltag Einzug erhalten. Forscher von der Sunchon National University haben nun eine Möglichkeit gefunden, NFC-Sendeeinheiten mit Radiowellen von Handys zu betreiben. Damit soll der Austausch von Informationen revolutioniert werden können und vor allem günstig werden.

(© vege – Fotolia.com)

„Wir können digitale Informationen auf die Sendeeinheit aufdrucken. Somit sind alle Komponenten in einem Paket vereint“, erklärt Gyounjin Cho. Durch die geringen Produktionskosten erwartet der Wissenschaftler, dass die Massenproduktion bald beginnen kann: „Unser Vorteil ist, dass wir große Verarbeitungsmengen meistern und dadurch umweltschonend erzeugen können.“

Erste NFC-Aufkleber kommen bereits in Österreich bei einem Kunstprojekt zum Einsatz. In Klagenfurt wurden 70 NFC-Sticker an verschiedenen Orten angebracht, die die Musikstücke des Hip-Hop-Duos ‚doppelt sichtbar‘ kostenlos zur Verfügung stellen. Journalist und Leiter des Projekts, Georg Holzer, berichtete in einem Interview: „Das globale Medienecho war unglaublich […] Diese Technologie basiert auf dem RFID-System, das in der Logistik sehr verbreitet ist. Wir verwenden zwei verschiedene Chip-Arten, die bis zu 1,5 Euro kosten.“ Bis zu 500 Downloads konnte man bisher registrieren – für ein Kunstprojekt laut Holzer beachtlich.

Die Aufkleber könnten wie QR-Codes oder Strichcodes an Produkte angebracht werden. Über ein NFC-fähiges Smartphone könnten dann nähere Informationen zu einem bestimmten Produkt aufgerufen werden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind jedoch nicht nur darauf beschränkt: „Für diese Technologie gibt es viele Anwendungsmöglichkeiten – zum Beispiel in der Auto-, Militär- oder Luftfahrtindustrie“, so Forschungsleiter Cho. Holzer erwartet ebenfalls eine rasche Verbreitung der Technologie: „Ich kann mir vorstellen, dass auf diese Weise Kontaktdaten ausgetauscht werden könnten. Im Tourismus könnte man NFC-Aufkleber auf Denkmäler auftragen, die den entsprechenden Wikipedia-Eintrag aufrufen.“ Da bereits 0,3 Watt zum Betrieb der NFC-Sender reichen, ist die Stromversorgung ebenfalls kein Problem. Wir sind gespannt, wie lange die Near Field Communication noch braucht, um sich endlich durchzusetzen.

(Quelle: pressetext.com)

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Marco Schürmann

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