Telekom: „Glasfaser bis nach Hause“

21. August 2012, 9:01 Uhr | Archiv

Die Deutsche Telekom nimmt in den ersten zwölf Glasfaser-Ausbaustädten Kunden in ihr neues Glasfaser-Netz. Mit den neuen Glasfaser-Anschlüssen sind beim Herunterladen Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Sendet man Daten in das Internet, so geht das mit bis zu 100 Mbit/s. Das bietet derzeit kein anderer Anschluss.

(Quelle: helukabel.de)

Möglich werden diese Geschwindigkeiten, weil das Glasfaser-Netz nicht wie bisher im Verteilerkasten auf dem Gehsteig endet. Die verlustfreie Leitung führt bis in die Wohnung des Kunden. Vom heimischen Computer bis ins Internet surft der Kunde also durchgehend auf einer Glasfaser-Leitung. Das Verfahren wird als „Fiber to the Home“ (FTTH) bezeichnet – auf Deutsch: „Glasfaser bis nach Hause“.

„Der Glasfaser gehört im Festnetz die Zukunft“, sagt der Deutschland-Chef der Deutschen Telekom, Niek Jan van Damme. „Wir erweitern unser Angebot an schnellen Internet-Anschlussen um eine weitere zukunftsweisende Variante. Wir sind stolz darauf, dass unsere Kunden im Festnetz und Mobilfunk die derzeit schnellsten Übertragungsmöglichkeiten nutzen können.“

Die Glasfaser ist das physikalisch schnellste Übertragungsmedium der Welt. Sie ist dünner als ein Haar und reiner als Fensterglas. Die Daten werden im Glasfaser-Netz auf Lichtwellen ubertragen. Das Licht kann sich in der Glasfaser nahezu verlustfrei ausbreiten und das auch über lange Strecken. In Zukunft werden deshalb Übertragungsgeschwindigkeiten weit über den jetzt angebotenen 200 Mbit/s möglich sein.

Der Glasfaser-Ausbau ist sehr aufwendig. So muss beispielsweise jeder einzelne Immobilieneigentumer seine Zustimmung für den Anschluss geben. Darüber hinaus sind Tiefbaumaßnahmen und Hausverkabelung notwendig. Die Kosten für den Ausbau trägt die Telekom allein. „Wir werden den Glasfaser-Ausbau deshalb mit Augenmaß vorantreiben“, sagt Niek Jan van Damme.

Derzeit werden Gespräche über einen weiteren Ausbau im Jahr 2013 geführt. Die Telekom hat in mehreren Städten Gebiete identifiziert, die für einen Ausbau infrage kommen. Wenn die Stadt sich zu dem Vorhaben positiv äußert, fragt die Telekom den Bedarf bei der Bevölkerung ab. Im Ausbaugebiet müssen rund 80 Prozent der Immobilieneigentümer bereit sein, ihre Immobilie kostenfrei ans Glasfaser-Netz anschließen zu lassen. Außerdem müssen zehn Prozent der potenziellen Kunden im Ausbaugebiet bereit sein, einen Vorvertrag für einen Glasfaser-Anschluss zu schließen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, beginnt der Ausbau.

Das Telekom-Glasfasernetz startet in zwölf Städten Deutschlands: Braunschweig, Brühl/Baden, Hannover, Hennigsdorf, Ingolstadt, Kornwestheim, Mettmann, Neu-Isenburg, Offenburg, Potsdam, Rastatt und Stade. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Seite der Telekom.

(Quelle: Pressemitteilung Deutsche Telekom via pressetext.com)

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Marco Schürmann

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