Tablets wieder auf der Überholspur

31. August 2012, 9:20 Uhr | Archiv

In den ersten sechs Monaten des Jahres ist der Umsatz mit IT-Produkten in den sechs größten europäischen Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Niederlande laut GfK um 1,3 Prozent zurückgegangen. Insbesondere die privaten Konsumenten sind mit Computern und Co mittlerweile sehr gut ausgestattet. Hinzu kommt, dass gerade im IT-Bereich Geräte nur im Abstand von mehreren Jahren ersetzt werden.

Vater und Sohn mit iPad – (Foto: FLickr/Incase)

Darunter leiden die Verkäufe von Desk Computern und mobilen PCs, die beiden größten Warengruppen, am stärksten. Nischenprodukte und innovative Geräte – allen voran Media-Tablets – befinden sich nach wie vor auf der Überholspur. Das sind Ergebnisse der GfK zum IT-Markt anlässlich der IFA 2012 in Berlin.

Konsumenten kaufen vor allem dann neue Produkte, wenn diese in ihren Augen halten, was sie versprechen. Mobil sein und grenzenlos im Internet surfen sind die zentralen Themen im ersten Halbjahr 2012. Daher steigen die Umsätze für Produkte wie beispielsweise Ultra Mobile / Ultra Thin Notebooks (+36,7 Prozent) oder E-Book Reader (+93,3 Prozent). Am dynamischsten entwickeln sich in Westeuropa mit einem Plus von 142 Prozent mehr Umsatz Media-Tablets. Zwar greifen bisher vor allem private Kunden zu diesen Geräten, allerdings werden sie auch zunehmend von Geschäftskunden gekauft. So wurden in der ersten Hälfte des Jahres mehr als 13 Prozent aller Umsätze mit Media-Tablet-Verkäufen im Business-Bereich erzielt.

Der Nachfrageboom bei iPad und Co beflügelt auch andere Bereiche, die bisher stagnierten. Beispielsweise bieten Hersteller spezielle Tastaturen an, mit denen die Konsumenten leichter und schneller durchs Web surfen können. Mittlerweile entfallen in den sechs westeuropäischen Ländern rund neun Prozent aller Umsätze mit Tastaturen auf diese Produkte. Sinken die Preise weiterhin, werden die Nachfrage und damit der Anteil vermutlich noch wachsen.

Die GfK geht vor dem Hintergrund der Eurokrise und der Verunsicherung vieler Konsumenten in Westeuropa in der zweiten Jahreshälfte von einem einstelligen Umsatzminus im IT-Markt aus. Jedoch bietet der Start von Windows 8 im vierten Quartal Wachstumschancen – insbesondere für das Weihnachtsgeschäft sowie das kommende Jahr.

Trend geht zu Zweit- und Drittgeräten
Insgesamt sind in westeuropäischen Haushalten immer mehr IT-Produkte zu finden und die Vielfalt des digitalen Lebensstils nimmt zu. Der Trend geht beispielsweise bei Computern zu Zweit- und Drittgeräten. Viele Konsumenten nutzen nicht nur einen stationären Desktop-PC oder All-In-One-Rechner in den eigenen vier Wänden, sondern zusätzlich ein Note- oder Netbook als vollwertigen mobilen Computer sowie ein Media-Tablet für die digitale Unterhaltung.

Die steigende Produktvielfalt bei digitalen Endgeräten spiegelt auch die zunehmende Vernetzung bei den Konsumenten wider. So lässt sich mittlerweile problemlos Musik vom Rechner oder Smartphone via Internet-Stream auf der Stereoanlage abspielen oder Fotos vom Media-Tablet am Fernseher anschauen. Ebenso einfach lässt sich der WLAN-Router mit dem Network Attached Storage, kurz NAS, verbinden, um zusätzlichen Speicherplatz für alle Rechner im Netzwerk zu Hause zu gewinnen oder einen gemeinsamen Speicherort anzulegen. Daher werden in Zukunft Produkte gefragt sein, die den Wunsch der Konsumenten nach mehr Mobilität und Vernetzung erfüllen sowie einen schnellen und einfachen Internetzugang ermöglichen. Die Sicherheit der digitalen Inhalte wird dabei eine zentrale Rolle spielen.

(Quelle: Pressemeldung GfK)

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Marco Schürmann

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