Unterhaltung auf Smartphones boomt

5. September 2012, 9:27 Uhr | Archiv

Laut einer Studie der Marktfoscher von Millenial Media und comScore ist die Nutzung mobiler Unterhaltung auf Smartphones und Tablets zwischen 2010 und 2011 um 82 Prozent gestiegen. Die Nutzung von Online-Diensten boomt, die Anzahl der Smartphones hat sich um knapp ein Viertel erhöht und multimediale Inhalte werden immer öfter auf diesen genutzt.

Trend geht zu Zweitbildschirm – (Foto: flickr.com/Panarm)

Auch der Werbemarkt hat sich weiterentwickelt: „In Zukunft erwarten wir uns, dass der Werbemarkt verstärkt auf mobile Plattformen setzt und den traditionellen Print-Sektor verlassen wird. Bei mobilen Angeboten stellen wir einen regen Austausch zwischen den Werbetreibenden und Konsumenten fest“, so Forschungsleiter Marcus Startzel. Die Studie umfasst ebenfalls eine Untersuchung von mobilen Inhalten der Werbe- und Unterhaltungsindustrien. Dabei wurde beobachtet, dass mittlerweile fast ein Drittel aller Theater-, Konzert- oder Kinotickets bereits über mobile Dienste bestellt werden. Dadurch haben sich die Werbeausgaben in dem Bereich um 133 Prozent erhöht. Im vergangenen Jahr war die Bewerbung neuer Kinofilme, DVDs/Blu-rays und Videospiele der am stärksten umkämpfte Werbemarkt. Laut der Studie sind eine konstante Marktpräsenz und die Steigerung des Markenbewusstseins weiterhin sehr beliebt.

Bei der Wahl des Betriebssystems für die Nutzung der mobilen Unterhaltungsinhalte konnte sich Android mit 47 Prozent vor Apples iOS mit 33 Prozent absetzen. BlackBerrys landen in den USA immerhin auf dem dritten Platz – jedoch weit abgeschlagen von der Konkurrenz.

Durch den starken Anstieg der Nutzung mobiler Unterhaltung erklärt ich auch der Trend zum „Second Screen“. Anywab, eine Darmstädter Unternehmensberaterfirma, hat im Juli eine Studie zur Nutzung des Internets im Bezug zum aktuellen TV-Programm veröffentlicht. Das Ergebnis: 84 Prozent der Internetnutzer zwischen 14 und 49 Jahren surfen gelegentlich während des Fernsehens im Internet.

Anywab-Geschäftsführer Boris von Heesen erklärte in einem Interview: „Second Screen ist eine kleine Revolution auf dem Unterhaltungsmarkt, die nicht von den TV-Sendern ausgelöst wurde, sondern von den Nutzern. Erste Experimente von großen Medienhäusern gab es bereits. Ich erwarte, dass spätestens bis zur nächsten Bundestagswahl entsprechende Angebote auf den Markt kommen“. Er sieht in der Entwicklung jedoch keine Konkurrenz zu den gewöhnlichen TV-Angeboten, eher eine „Aufwertung konventioneller Inhalte“.

„Die starke Verbreitung von Smartphones und Tablets bei gleichzeitig steigendem Angebot von mobilen Apps wird den Second Screen beflügeln. Die Internetwirtschaft wird ihre Angebote auf das Fernsehverhalten abstimmen, und die TV-Sender werden mit kombinierten Formaten versuchen, die Zuschauer in ihrem Mikrokosmos zu halten“, so die Prognose von Heesens.

(Quelle: pressetext.com)

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Marco Schürmann

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