Digitaler „Playboy“ spricht HTML5

11. September 2012, 17:12 Uhr | Archiv

Die Zensur im App-Store – Fluch oder Segen? Diese Frage hat sich Haeme Ulrich bereits im Mai für beyond-print.de gestellt. Für Hughes Hefner war es bislang sicherlich ein Fluch, die Lösung heißt HTML5 und Web-App. So wird ab morgen der deutsche Playboy in einer HTML5-Version fürs iPad zur Verfügung stehen – mit allen Inhalten, aber nicht über Apple App Store.

Playboy iPad Cover

Im Store keine Chance – deshalb gibts den Playboy nun als HTML5 Web-App

Im Mai beleuchtete Haeme Ulrich die Problematik der Zensur in Apples digitalem Kiosk. Ob nun Playboy, das Bild-Girl von Seite 3 oder Erotik-Versandhauskataloge – undenkbar im App-Store mit seinen strengen und für europäische Maßstäbe prüden Richtlinien. Doch nicht nur für erotische Inhalte gibt es diese Problematik, auch andere Kunden müssen stets mit einer Ablehnung der eingestellten und meist mit viel Aufwand und hohen Kosten produzierten digitalen Publikationen rechnen. Hybrid Apps oder Web Apps heißen hier die Alternativen. Dank HTML5 sind viele interaktive Features mittlerweile auch im Browser des Tablets realisierbar, bei meist bedeutend geringerer Dateigröße.

Dies hat sich nun auch Hubert Burda Media zu Nutzen gemacht und bringt mit der morgen erscheinenden Oktober-Ausgabe eine eigene Tablet-Edition auf HTML5-Basis auf den Markt. Zwar wird diese Version explizit als iPad-exklusive-Version angeboten, jedoch dürfte gerade durch die plattformunabhängige Web-App auch auf anderen Geräten ein Betrachten problemlos möglich sein.

Damit schafft es der Playboy erstmals mit dem kompletten Inhalt (und darüber hinaus zusätzlichem Material wie Videos, Bildern in größerem Format & Trailern zu neuesten Kino-Filmen) aufs iPad. Zum Preis von 3,99 Euro ist die digitale Variante unter magazin.playboy.de erhältlich, Print-Abonnenten erhalten die digitale Ausgabe des Männerlifestyle-Magazins kostenlos dazu. Zusätzlich zur browserbasierten Version erhält der Leser darüber hinaus auch eine pdf des Heftes, um auch ohne Internetverbindung den Zugriff auf die Inhalte zu ermöglichen.

Quelle: Burda-News 

 

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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