E-Commerce: Facebook kaum als Vertriebskanal akzeptiert

28. September 2012, 8:47 Uhr | Archiv

Eine aktuelle Studie der Zeppelin Universität Friedrichshafen belegt, dass Facebook bisher kaum als Vertriebskanal akzeptiert wird. Zurückgeführt wird dies auf das generelle Nutzerverhalten der Facebook-Community als auch auf Sicherheitsmängel. Die WeWeWe Ltd. aus Göppingen, Entwickler der Social Commerce-Lösung Shopfacer, rät deshalb dazu, Facebook und professionelle Webshops miteinander zu kombinieren.

(Quelle: roughwriter.yc.edu)

Nur drei Prozent der befragten Facebook-Nutzer haben bisher in einem Facebok-Shop eingekauft. Auch beabsichtigen nur 20 Prozent mittelfristig solch ein Angebot zu nutzen. Lediglich jeder Dritte kann sich dies grundsätzlich überhaupt vorstellen. Die überwiegende Mehrheit (74 Prozent) sieht in Facebook demnach in allererster Linie eine Plattform für Kundendialog und Empfehlungsmarketing.

„Als direkter Commerce-Kanal hat Facebook – so wie praktisch alle Plattformen aus dem Bereich Social Media – bisher nur sehr wenig Erfolg. Dies liegt vor allem daran, dass es bisher nicht gelungen ist, die Stärken von Facebook zu nutzen und mit akzeptierten und bewährten eCommerce-Konzepten zu verknüpfen“, erklärt Axel Burgbacher, Geschäftsführer der WeWeWe Ltd. „Dabei liegt in dieser Kombination viel Potential, denn laut Studie sind 90 Prozent der Befragten dem Online-Shopping gegenüber positiv eingestellt und zwei Drittel sehen in Facebook eine gutes Online-Plattform für Kommunikation.“

Um die Potentiale von Social Commerce, beispielsweise via Facebook, zu nutzen, schlägt Burgbacher vor, Facebook lediglich als „Schaufenster“ für Webshops zu nutzen, zu denen die User dann via Mausklick direkt und sicher geleitet werden.

Diesen Ansatz verfolgt Burgbacher mit ShopFacer: Die Software präsentiert ausgewählte Produkte von Onlineshops auf Facebook- Firmenseiten, wobei die Shop-Betreiber selbst entscheiden können, welche Produkte sie auf Facebook zeigen wollen. Mit einem Klick auf ein Produkt, das auf einer sozialen Plattform abgebildet ist, wird der User direkt auf das entsprechende Produkt im Webshop geführt.

Im Unterschied zu marktüblichen Lösungen ist ShopFacer kein Onlineshop-System, das auf einem sozialen Netzwerk installiert wird. Die Software fungiert als aktive Schnittstelle und erstellt vollautomatisch Shop-Schaufenster. Somit stehen den Endkunden auch alle Zahlungsmöglichkeiten und Versandarten des originalen Webshops zur Verfügung. Sie müssen keine persönlichen Daten in Facebook hinterlassen, was dem Sicherheitsbedürfnis vieler Online-Shopper entgegen kommt.

„Der Kauf und Verkauf von Produkten wird also via Facebook angebahnt, geschieht dann aber de facto in dem jeweiligen Webshop unabhängig von dem sozialen Netzwerk. Somit entsteht auch eine umfassende Rechts- und Abmahnsicherheit“, erklärt Burgbacher. Die Software kann in Kombination mit allen gängigen Shop-Systemen wie beispielsweise XT-Commerce, VEYTON, JTL, Magento, und OXID eingesetzt werden. Auch ein späterer Wechsel des Shopsystems ist problemlos möglich.

Besonders lukrativ ist der Einsatz der virtuellen Schaufenster vor allem für die Betreiber von Webshops, die sich an Endverbraucher wenden. Da sich diese ohnehin immer mehr über Facebook vernetzen und dort gegenseitig Produkte empfehlen, können so Käufe direkt über das soziale Netzwerk angebahnt werden.

(Quelle: Pressemitteilung WeWeWe Limited)

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Marco Schürmann

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