Facebook ohne Einfluss auf Online-Shopping

2. Oktober 2012, 10:30 Uhr | Archiv

Laut den Marktforschern von Forrester Research haben Soziale Medien so gut wie keinen Einfluss auf das Konsumverhalten der Online-Shopper. Lediglich ein Prozent aller Internet-Nutzer würde sich durch Informationen aus sozialen Netzwerken zu einem Kauf bewegen lassen. Auch personalisierte Werbung scheint nur für wenige annehmbar zu sein. Mehr zu den Ergebnissen der Untersuchungen erfahren Sie hier.

(© kbuntu – Fotolia.com)

„Wir wissen schon einige Zeit, dass Facebook für Unternehmen nicht der beste Werbekanal ist und es für die meisten auch nie sein wird. Hoffentlich können wir mit dieser Diskussion jetzt endlich aufhören“, so Forschungsleiterin Sucharita Mulpuru. Untersuchungen belegen, dass knapp ein Viertel aller Amerikaner ihre Zeit auf Facebook, Twitter und Co. verbringen und knapp 70 Prozent ihre Käufe im Internet tätigen. Branchenkenner kritisieren bereits seit geraumer Zeit, dass Marketing über Facebook nur schwer betrieben werden kann – dass der Erfolg jedoch so gering ist, hatte kaum einer wahr haben wollen.

Das Inc. Magazine hat 2011 einen Artikel veröffentlicht, in dem soziale Netzwerke für Werbezwecke von Marketingexperten als „sinnlos“ bezeichnet wurden. Im Frühjahr 2012 hat General Motors angekündigt, sich von Facebook zu verabschieden. Der Automobilhersteller habe Berichten zufolge über zehn Millionen Dollar in Werbung auf dem sozialen Netzwerk investiert, jedoch ohne Erfolge.

„Die Idee, dass man auf Facebook Produkte teilt und vergleicht, ist prinzipiell nicht schlecht. Dadurch kann man zum Beispiel das Markenbewusstsein steigern. Unsere Studie zeigt aber das, was viele Unternehmen schon wissen: Social Media überredet die Nutzer nicht zum Spontankauf“, erklärt Mulpuru.

Auch personalisierte Werbung scheint nicht besonders beliebt zu sein – zumindest in Österreich. Laut einer Studie des SORA-Instututs im Auftrag der Telekom Austria Group können sich nur knapp neun Prozent der Befragten mit personalisierter Werbung anfreunden und empfindet diese Inhalte vor allem auf Facebook als störend. „Die Mehrheit findet personalisierte Angebote nicht einmal hilfreich und ist dagegen, dass Nachrichtenportale, Suchmaschinen und Shopping-Seiten nur noch Empfehlungen anbieten. Gleichzeitig fehlt es den Nutzern aber am Bewusstsein, dass es überhaupt so etwas wie Personalisierung gibt“, fasst der Generaldirektor der Telekom Austria Group, Hannes Ametsreiter, zusammen.

(Quelle: pressetext.com)

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Marco Schürmann

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