Visitenkarten mit NFC noch immer nicht massenfähig

9. Oktober 2012, 17:00 Uhr | Archiv

Obwohl die Technologie theoretisch großes Potential bereit hält, sehen viele Druckanbieter in Visitenkarten, die mit NFC-Chips ausgestattet sind, nach wie vor keinen lohnenden Markt. Mit den relativ teuren Karten lasse sich bisher schlicht und ergreifend kein Geld verdienen, sagt beispielsweise der Geschäftsführer eines entsprechenden Unternehmens.

Quelle: bildungsverband.at

Zu teuer seien die Karten, zu gering aber vor allem auch die Nachfrage. Auch Visitenkarten, die die Kontaktinformationen als scanbaren QR-Code enthalten seien weit weniger stark gefragt als man vermuten würde, sagt beispielsweise Michael Gruber, Geschäftsführer von „Care Print“. Er sieht im Thema NFC-Visitenkarten vor allem einen von den Medien verursachten Hype ohne echte Relevanz und Akzeptanz.

Schuld daran sind sicher auch die Hersteller von Smartphones, bei denen NFC-Lesemodule auch nach wie vor meist zur Ausstattung der Oberklasse-Geräte gehören. Die bisher eher geringe Verbreitung entsprechender Geräte hemmt den Durchbruch der Technologie natürlich ungemein.

Nichtsdestotrotz will der international agierende Anbeiter moo.com jetzt die Verwendung von NFC-Visitenkarten ankurbeln. Die ersten 150.000 Kunden die Visitenkarten bestellen, erhalten eine NFC-Visitenkarte zu ihrer Bestellung hinzu. Auf dem Chip ist ein Link zu einer Internetadresse gespeichert, auf der dann die Kontaktdaten eingesehen werden können.

Moo.com entwickelt darüber hinaus gerade eine App, mit der sich die Karten durch ein entsprechendes Smartphone auch neu „programmieren lassen“. Regulärer Verkaufsstart für die NFC-Visitenkarten soll dann 2013 sein, bis dahin sollen auch die Informationen auf der verlinkten Seite durch den Benutzer beliebig oft veränderbar sein.

Zur drupa 2012 hatten wir bereits die Lösung von Cardolution vorgestellt. Dieser Anbieter integriert NFC-Chips in Druckbogen, die dann konventionell bedruckt werden können. Den Artikel dazu finden Sie hier: Elektronische Visitenkarte mit NFC-Technologie

Hier auch erneut unser Video zu der Lösung von Cardolution:

Quelle: bildungsverband.at

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Florian Meier

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