Zweiter Anlauf für personalisierte Zeitung Niiu

9. Oktober 2012, 13:12 Uhr | Archiv

Die gescheiterte personalisierte Tageszeitung Niiu, die 2010 den Printmarkt umkrempeln sollte und als Pilotprojekt in Berlin an den Start ging, versucht es erneut: Diesmal als iPad-App. Im Januar vergangenen Jahres in der Printvariante eingestellt, verheißt die Homepage nun einen Neustart.

(Quelle: niiu.de)

Wie die W&V berichtet und auf der Startseite niiu.de zu lesen ist, wird es eine Neuauflage der niiu geben. Anders als früher und definitiv als iPad-App. Die damalige Idee, sich seine persönliche Tageszeitung aus den Inhalten verschiedener Anbieter zusammenzustellen, soll nun in einer digitalen Variante umgesetzt werden. Die damaligen Mängel im Workflow und im Vertrieb scheint man durch die digitale Distribution verhindern zu wollen, wie Gründer Oberhof rückblickend auf die Printversion das Scheitern begründet.

Zum Start sollen die Leser aus den Inhalten von 25 Titeln wählen können, die dann im einheitlichen Layout, jedoch mit dem Logo der jeweiligen Tageszeitung, in der App präsentiert werden. Die Auswalh der Inhalte soll vorerst nach Ressort und Quelle zu filtern sein, verfeinerte Suchen seien aber bereits in Arbeit.

Mit von der Partie sind bisher „Tagesspiegel“, „NZZ“, „The European“ sowie Titel von Axel Springer. Für den Abovertrieb hat sich die neu gegründete Niiu Publishing GmbH finanzkräftige Gesellschafter ins Boot geholt. Der Abopreis soll sich zwischen 9,90 und 12,90 Euro bewegen und spätestens zum Weihnachtsgeschäft verfügbar sein. Auch Abo-Paket mit subventioniertem iPad soll es geben. Im ersten Anlauf wollen die beiden Gründer Hendrik Tiedemann und Wanja Sören Oberhof 20.000 Abonnenten gewinnen. „Wir müssen das diesmal nicht in sechs Monaten schaffen, sondern können uns Zeit lassen,“ sagt Oberhof.

Neben die individualisierten Inhalten können wie in der Druckausgabe auch die Anzeigen auf die Zielgruppe abgestimmt werden, die Verlagspartner werden nach Nutzung ihrer Texte und an den Werbeumsätzen prozentual beteiligt.

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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