GQ mit multimedialer iPad-App

10. Oktober 2012, 8:00 Uhr | Archiv

Mit der November-Ausgabe hat Condé Nast eine eigens fürs iPad-optimierte digitale Ausgabe seines Männermagazins GQ in Apples Newsstand veröffentlicht. Mit Hilfe von Adobes DPS wird der Print-Content nicht nur mit multimedialem Zusatzmaterial angereichert – auch das Layout ist entsprechend an den Umgang mit Tablets angepasst.

Conde Nast GQ iPad App Cover November

Neben dem ePaper gibt es nun auch eine multimediale iPad App der Männerzeitschrift GQ in Apples Newsstand

GQ gab es auch bisher schon fürs iPad – allerdings nur als digitales ePaper, basierend auf dem Layout und Inhalt des Printheftes. Zur November-Ausgabe testet der Verlag nun eine individuelle Umsetzung für Tablets, besser gesagt für das iPad. Condé Nast testet damit unterschiedliche Umsetzungen seines Verlagscontents für mobile Endgeräte. „GQ ist aufgrund der technologieaffinen Zielgruppe in besonderer Weise ein Showcase für unsere crossmediale Markenführung.“ betont Moritz von Laffert, Herausgeber Condé Nast Deutschland.

Das man sich über einen sinnvollen Einsatz multimedialer Features Gedanken gemacht hat, zeigt die neue, für 4,99 Euro in Apples Newsstand erhältliche Ausgabe. Beim Öffnen begrüßt Magazin-App Chefredakteur José Redondo-Vega die Leser mit einem gesprochenen Audio-Editorial. Zum Interview mit Robbie Williams kann man sich einen zusätzlichen Ton-Mitschnitt anhören und die einzelnen Themen-Strecken werden jeweils durch eigene Übersichts-Seiten eingeleitet. Zu vielen Bildern lassen sich Zusatzinfos einblenden oder auf der für Tablet optimierten Internetseite abrufen.

Überhaupt verleitet die Umsetzung zum Erkunden des Magazins, lädt zum interagieren mit den Inhalten ein und setzt die Möglichkeiten der Adobe Digital Publishing Suite, mit der die Umsetzung erfolgte, geschickt und unaufdringlich um. Zwar lässt die App eine Nutzung im Querformat vermissen, besonders im Zusammenhang mit Bildstrecken wünschenswert, der Gesamteindruck kann aber als gelungen bezeichnet werden. Erfreulich ist der Trend, dass die Verlage nach und nach lernen, die Tabletgeräte richtig zu bespielen und die Inhalte an die Möglichkeiten anpassen – ob über Web-Apps wie der Playboy mit der HTML5-Ausgabe oder über die Möglichkeiten, die Adobe, Quark, Aquafadas und andere Anbieter bereitstellen.

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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