Bezahlbarer 3D-Drucker

18. Oktober 2012, 10:29 Uhr | Archiv

Mit dem „Form 1“ wollen Forscher den 3D-Druck bezahlbar und gleichzeitig qualitativ ansprechend machen. Der vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte 3D-Drucker soll den Anforderungen gerecht werden. Für das Projekt sammelte man über Kickstarter bereits mehr als zwei Millionen US-Dollar.

Der ‚Form 1‘ von Formlab – (Quelle: Kickstarter)

MakerBot sorgte zuletzt mit der Eröffnung eines eigenen Shops für 3D-Drucker und der Veröffentlichung des „Replicator 2“ für Aufsehen. Laut Angaben des Herstellers ist das Gerät schneller, stabiler und präziser als sein Vorgänger und kostet nur 1.199 US-Dollar. Die Firma FormLabs, ausgegründet vom MIT Media Lab, will sich als alternativer Anbieter auf dem Markt platzieren. Auch sie setzen auf günstige Geräte, die jedoch qualitativ hochwertigere Erzeugnisse garantieren sollen. Ihr „Form 1“ soll zwischen 2.000 und 3.000 US-Dollar kosten.

Über Kickstarter wollen die drei Gründer David Cranor, Macim Lobovsky und Natan Linder die weitere Entwicklung und Produktion ihres 3D-Druckers finanzieren. Ihre Erwartungen lagen bei 100.000 US-Dollar durch Kickstarter. Inzwischen hat man mehr als zwei Millionen US-Dollar gesammelt, das Interesse am „Form 1“ und dem 3D-Druck allgemein scheint also sehr hoch zu sein.

Wodurch unterscheidet sich der „Form 1“ vom „Replicator 2“? Der vom MIT entwickelte 3D-Drucker druckt mit einer Stereolithografie genannten Technik. Dabei härten Laser flüssiges Kunstharz aus und ermöglichen dadurch ein genaueres Ergebnis. Beim Replicator setzt man auf Fused Deposition Modeling (FDM) und baut Objekte schichtweise aus Plastikresten auf. Ein Vergleichsbild zeigt die qualitativen Unterschiede der beiden Verfahren:

Zehn Tage haben die Entwickler des „Form 1“ noch Zeit, ihre Finanzierung über die Plattform Kickstarter auszureizen. Das ursprüngliche Ziel wurde bereits jetzt weit übertroffen, was für ein so junges Unternehmen Probleme bringen könnte. So müssen diejenigen, die 2.699 US-Dollar oder mehr in das Projekt investiert haben, mit 3D-Druckern bedient werden. Das Limit von 300 an der Zahl wurde hier bereits erreicht. Wir sind gespannt, wie sich das Projekt noch weiter entwickelt.

(Quelle: kickstarter.com)

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Marco Schürmann

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