Verlag stellt den Druck von Wörterbüchern ein

9. November 2012, 8:30 Uhr | Archiv

Im Frühjahr kündigte bereits die Encyclopedia Britannica an, dass sie fortan keine Printversion mehr produzieren würde. Nun zog auch der Macmillan Verlag nach und kündigte an, dass das „Macmillan Dictionary“ fortan nur noch digital verfügbar sei.

Quelle: Screenshot

Beim Verlag zeigt man sich über diese Entscheidung allerdings nicht sonderlich betrübt. Herausgeber Michael Rundell sagte, man habe nun „das perfekte Medium“ für Wörterbücher gefunden. Damit sei der Umstieg auf eine rein digitale Version „ein Moment der Befreiung“.

Ein großer Vorteil an der rein digitalen Version wäre auch die Möglichkeit immer wieder auf aktuelle Änderungen in der Sprache zu reagieren. Die Print-Ausgabe war nur alle vier bis fünf Jahre aktualisiert worden und stellte damit nicht immer den aktuellsten Stand dar.

Neben diesen rein praktischen Gründen spielten aber auch die stetig gestiegenen Kosten eine Rolle. Das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen bei der Printversion sei immer schlechter geworden, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Zudem habe man die sich ändernden Nutzungsgewohnheiten des Wörterbuchs beobachtet. Tablet-PCs, Smartphones aber auch normale Computer seien zu den bevorzugten Recherchemitteln geworden, zur Print-Ausgabe würde immer seltener gegriffen.

Aus diesem Grund hatte man bereits über die Jahre an einem Ausbau des Online-Angebotes gearbeitet, so dass der vollständige Umstieg jetzt nicht zu schwer fallen dürfte.

Quelle: e-book-news.de

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Florian Meier

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