Anderes Kaufverhalten bei iPad-Nutzern

5. Dezember 2012, 9:59 Uhr | Archiv

Sie surfen länger, sehen sich mehr TV-Sendungen online an und spielen mehr Werbegames – iPad-Besitzer verhalten sich anders als durchschnittliche Internetnutzer. Welche Unterschiede es beim Thema Shopping gibt, zeigt die aktuelle Studie „Mobile Performance Barometer 2012“ des Performance Advertising Netzwerks zanox. Mit mehr als 53 Prozent Umsatzanteil ist Apples iPad die wichtigste Umsatzquelle im Mobile Commerce in Europa.

(© neirfy – Fotolia.com)

Um ein detailliertes Bild des Einkaufverhaltens von iPad-Nutzern zu zeichnen, hat zanox auf Basis von über 1.000 seiner Advertiser-Programme die tatsächlich abgeschlossenen Einkäufe analysiert. Dabei fällt auf, dass über die Hälfte (53 Prozent) aller Transaktionen im europäischen M-Commerce über iPads getätigt werden. Die Umsätze, die über iPhones generiert werden, machen 19 Prozent des Gesamtvolumens aus, während der Umsatzanteil über Android-Geräte 25 Prozent beträgt.

Shopping nach Feierabend und sonntags
„iPad-Nutzer sind nicht nur sehr kaufkräftig, ihre Kaufgewohnheiten unterscheiden sich auch deutlich von denen der PC- und Smartphone-User“, erklärt Stefanie Lüdecke, Chief Sales Officer bei zanox. Nach der Arbeit die aktuelle Mode bestellen oder die neusten Hits downloaden – das sind typische Nutzerszenarien in der iPad-Gemeinde. Fast ein Drittel der täglichen Transaktionen (27,13 Prozent) wird zwischen 18 Uhr und 21 Uhr getätigt. Auch sonntags sind iPad-Besitzer verstärkt aktiv. Am Sonntag liegt die Zahl der Transaktionen rund 25 Prozent über dem wöchentlichen Tagesdurchschnitt.

Die Nutzerszenarien für alle anderen mobilen Endgeräte sowie E-Commerce über Laptops und PCs sehen anders aus. Diese Nutzergruppen kaufen vorwiegend zwischen Montag und Donnerstag ein, freitags und am Wochenende nimmt die Zahl der Transaktionen leicht ab. Außerdem lässt sich keine bevorzugte Tageszeit für den online Einkauf ablesen: Im Tagesverlauf bleiben die Transaktionszahlen über den Zeitraum zwischen 6 Uhr und 22 Uhr und über alle Geräte hinweg auf einem ähnlichen Niveau.

63 Prozent des M-Commerce-Umsatzes in Deutschland über das iPad wurden in den ersten drei Quartalen 2012 alleine durch Einzelhändler- und Mode-Anbieter generiert. Vergleicht man die Wachstumszahlen verschiedener Branchen zwischen Januar und September 2012 mit denen des Vorjahres fällt auf, dass vor allem die Transaktionen im Bereich „Retail und Shopping“ (222 Prozent), „Telekommunikation und Dienstleistungen“ (223 Prozent) und „Reisen“ (213 Prozent) über das iPad deutlich zugenommen haben.

iPad-Commerce ist nicht gleich M-Commerce
„Die Entwicklung einer one-fits-all M-Commerce-Strategie für alle Plattformen reicht nicht aus, um die verschiedenen mobilen Nutzergruppen optimal anzusprechen. Das iPad ist ein M-Commerce-Kanal mit ganz eigenen Gesetzen. Unternehmen und Betreiber von Onlineshops müssen dies berücksichtigen, um das Absatzpotenzial dieses Kanals voll auszuschöpfen“, analysiert Lüdecke. „Sales-Kampagnen für das iPad müssen an das spezielle Konsumverhalten der Nutzer angepasst werden.“

Die Detail-Ergebnisse des Mobile Performance Barometer 2012 sind auf der offiziellen Seite von zanox zu finden.

(Quelle: zanox.com)

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Marco Schürmann

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