KBA saniert weiter Kerngeschäft

10. Januar 2013, 9:53 Uhr | Archiv

Auch Druckmaschinenbauer Koenig & Bauer hat im Kerngeschäft mit Konjunkturproblemen zu kämpfen. Im Gegensatz zum wachsenden Verpackungs- und Digitaldruckmarkt steht das schrumpfende Publikations- und Zeitungsdruckgeschäft. Zum 1. Januar ist daher ein weiterer Baustein des Sanierungsplans umgesetzt worden.

KBA Rotationsanlage

Flexibilität ist gefragt: Komplettbearbeitung eines Seitengestells für eine große Rotationsanlage im KBA-Stammwerk Würzburg

Wie KBA mitteilt, ist für die beiden Hauptstandorte Würzburg und Radebeul zum 1. Januar 2013 eine tarifliche, bis Ende 2014 befristete Sondervereinbarung in Kraft getreten. Diese erlaubt es dem Konzern die wöchentliche Arbeitszeit mit entsprechender Lohn- und Gehaltsanpassung an die Auftragslage und betriebliche Auslastung anzupassen. Der KBA-Vorstand erwartet sich von der mit betrieblichen Tarifkommissionen und IG Metall abgestimmten Regelung eine signifikante Kostenentlastung und mehr Spielraum bei saisonalen und regionalen Nachfrageschwankungen

Im Gegenzug sind betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30. Juni 2015 für die unter die Sonderreglung fallenden Arbeitnehmer ausgeschlossen worden. Bereits seit Beginn des Sanierungsplans wurde die Zahl der Konzernbeschäftigten von 8.200 Mitarbeitern im Jahr 2007 auf 6.300 gesenkt. Durch Altersteilzeit und andere Maßnahmen soll die Belegschaft zukünftig unter 6.000 Mitarbeiter sinken.

Durch neue Strukturen und Reduzierung der Kapazitäten im Kernbereich Bogen- und Rollenoffsetdruck, sowie die Erschließung neuer Nischenmärkte erzielt die KBA-Gruppe schon seit 2009 wieder positive Vorsteuerergebnisse.

 

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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