Schadensersatz bei Ausfall der Internetverbindung

25. Januar 2013, 17:25 Uhr | Archiv

Wie der Bundesgerichtshof nun höchstinstanzlich festgestellt hat, haben Nutzer Anspruch auf Schadensersatz, wenn ihre Internetverbindung ausfällt. Internet sei auch im privaten Umfeld mittlerweile essentiell und damit von zentraler Bedeutung, woraus sich der Ersatzanspruch ableitet.

Quelle: welt.de

Quelle: welt.de

Grund für die Klage und damit das Urteil ist ein Fall aus Koblenz. Hier hatte ein Internetprovider einen Fehler bei der Umstellung des Tarifs gemacht, was dazu führte, dass der Kunde keine Internetverbindung, keinen Telefonanschluss etc. mehr hatte. Da keine Besserung in Sicht war, schaffte sich der Kunde ein Mobiltelefon an, um so erreichbar zu bleiben.

Da der BGH die Bedeutung dieser Kommunikationsmittel als wichtige Grundlage für die Teilhabe am Leben anerkannt hat, ergeben sich unabhängig von konkreten Gegebenheiten entsprechende Schadensersatzansprüche. Diese fallen allerdings geringer aus, wenn ein Smartphone zur Verfügung steht, mit dem auch auf entsprechendem Wege kommuniziert werden kann.

457 Euro Schadensersatz sprach das Landgericht Koblenz dem Kunden für seinen Mehraufwand und die -kosten in den zwei Monaten des Ausfalls zu.

Eine Pressemitteilung des Bundesgerichtshofes findet sich hier: Bundesgerichtshof erkennt Schadensersatz für den Ausfall eines Internetanschlusses zu

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Florian Meier

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