Schafft BlackBerry den Anschluss?

31. Januar 2013, 12:05 Uhr | Archiv

RIM firmiert in BlackBerry um und bringt das neue Betriebssystem BlackBerry 10 und gleich zwei neue Geräte – das BlackBerry Z10 und das BlackBerry Q10 – heraus. Schafft BlackBerry so den Anschluss und kann sich bei den Nutzern durchsetzen? Oder sind Apple, Samsung und Microsoft bereits unerreichbar, dass nur noch der Sprung ins Leere bleibt?

Bild: offizieller BlackBerry-YouTube-Kanal; Collage: TechStage

Bild: offizieller BlackBerry-YouTube-Kanal; Collage: TechStage

RIM (Research in Motion) war ein Jahrzehnt lang Marktführer im Bereich der Smartphones, hat es aber unter der Führung von Gründer und CEO Mike Lazaridis verpasst, auf die Wünsche der Kunden zu reagieren. Seit einem Jahr wird das Unternehmen vom deutschen Thorsten Heins geleitet, der die veralteten Strukturen und Ideen seither gehörig umkrempelt. Zuerst wird der Name RIM abgelegt und in BlackBerry gewandelt und in das neue Betriebssystem werden große Erwartungen gesetzt – Ziel ist den Rückgang der Nutzerzahlen zu stoppen und verlorene BlackBerry-Fans zurück zu gewinnen.
 

BlackBerry 10 auf der Überholspur

 
BlackBerry 10 ist zeitgemäßer und weniger auf eine Provider-Infrastruktur angewiesen. Das absolute Alleinstellungsmerkmal ist die perfekte Trennung von privaten und geschäftlichen Anwendungen und Daten – BlackBerry Balance ist das Zauberwort. Bisher gelang es keinem Hersteller, diesen Cut zu schaffen. Diese Trennung ist nur in Verbindung mit dem EMM (Enterprise Mobile Management) möglich und der abgeschlossene Geschäftsbereich erscheint. Der private Bereich im Gerät ist frei von allen Richtlinien.

Ein großer Schritt in die Gegenwart ist das Lösen vom BlackBerry Internet Service (BIS). Das neue Betriebssystem ist autark und bedarf keinen BlackBerry-Service vom Provider und keine provisionierte SIM. Wie alle aktuellen Smartphones auch, verbinden sich die neuen Geräte direkt mit dem Internet.

Wird ein Google-Konto eingerichtet, werden automatisch drei Konten eingerichtet: IMAP für die Mail, CardDAV für die Kontakte und CalDAV für den Kalender. Weiterhin sind Twitter, Facebook, LinkedIn und Evernote ab Werk installiert. Weitere Apps können aus dem Appstore BlackBerry World nachinstalliert werden.
 

Blackberry Z10 und BlackBerry Q10

 
Das erste neue Smartphone mit dem neuen Betriebssystem ist das BlackBerry Z10. Es weist die typischen Charakteristika des iPhone 5 auf: Touchscreen, keine Tastatur, flach, abgerundete Ecken. Allein die rote LED, die das Markenzeichen von BlackBerry ist und auf neue Nachrichten hinweist, ist geblieben. Vodafone wird das Z10 mit LTE ab Mitte Februar auf den Markt bringen.

Das Gerät wird vollständig über Gesten gesteuert, die schnell erlernt werden.

Für alle Liebhaber der traditionellen BlackBerry-Tastatur, angelehnt an das BlackBerry Bold, erscheint voraussichtlich erst im April das Q10.

Wie gut die Blackberry-10-Geräte bei Privatkunden ankommen, hängt auch vom Content ab, also vom Angebot an Apps, Musik, Filmen, Zeitschriften und Spielen.

(Quelle: heise.de)

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