Studie „Mittelstand und Werbung 2012“

5. Februar 2013, 10:04 Uhr | Archiv

Branchenbücher werden digital immer beliebter und verlieren gedruckt immer mehr an Bedeutung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Marktfroscher von psyma im Auftrag der telegate AG. Bei der Studie wurde das Werbeverhalten kleiner und mittelständischer Unternehmen im letzten Jahr untersucht. Online-Branchenverzeichnisse zählen mit einem Nutzungsanteil von 44 Prozent zu dem beliebtesten Werbemittel – nur 35 Prozent werben in gedruckten Büchern.

(© Stauke - Fotolia.com)

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Die telegate AG, Auskunftsdienstleister und Partner für regionale Werbung, hat die Mittelstandsstudie bereits im dritten Jahr in Folge durchgeführt. Seit 2010 gewinnt Online-Marketing bei deutschen Unternehmen jährlich an Relevanz. Auch wenn es von Branche zu Branche deutliche Unterschiede gibt, hat Werbung in gedruckten Medien 2012 weiterhin an Bedeutung verloren. Dennoch fließen 63 Prozent der Werbeausgaben deutscher Gewerbetreibender in Printprodukte, hier in erster Linie in regionale Tageszeitungen und lokale Anzeigenblätter.

Insgesamt sind die Werbeausgaben der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland im vergangenen Jahr um 15 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig wurden die Werbegelder fokussierter eingesetzt als in den Vorjahren. 2012 überprüft fast die Hälfte aller befragten Unternehmen den Erfolg seiner Werbemaßnahmen.

Die Nutzung sozialer Netzwerke zeigt gegenüber dem Vorjahr kaum Veränderungen. Wurde den neuen Medien 2010 noch von einem Viertel der Befragten eine bedeutungsvolle Zukunft prognostiziert, ist zwei Jahre später nur ein Drittel der Unternehmen in einem Netzwerk registriert. Die Nutzung ist nur selten beruflicher Natur. Einzige Ausnahme bildet hier die Hotel- und Gastronomie-Branche. Das beliebteste Medium bei den befragten Unternehmen, das in der Nutzung als einziges gegenüber 2011 zulegen konnte, ist der Kurznachrichtendienst Twitter.

Soziale_Netzwerke_deutsche_KMU_2012

Im Dialog mit ihren Kunden ist für die befragten Unternehmen die Kundenempfehlung ein wichtiges Instrument geworden. 41 Prozent und damit ein Drittel mehr als 2011, haben Kenntnis von Bewertungen zu ihrem Unternehmen. 90 Prozent betrachten Kundenempfehlungen als wichtig für ihr Geschäft, allen voran Hoteliers, Gastronomen, Immobilienmakler und Ärzte.

Ausführlichere Ergebnisse sind auf der offiziellen Seite zu finden.

(Quelle: telegate AG)

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Marco Schürmann

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