Tablets kein Ersatz für Smartphones

27. Februar 2013, 10:45 Uhr | Archiv

Die Wachstumsrate im Tablet-Markt in Deutschland steigt rasant. Mittlerweile verfügen 27 Prozent der deutschen Haushalte über ein Tabletgerät. Trotz alledem kannibalisieren sich Tablet und Smartphone nicht, wie eine aktuelle Studie von Deloitte zeigt, die die Nutzerszenarien und Präferenzen hinsichtlich smarter, mobiler Endgeräte analysiert hat.

„Die Ausstattung deutscher Haushalte mit Tablets hat im Lauf des Jahres 2012 um ganze 21 Prozentpunkte zugenommen – die Gründe dafür liegen vor allem in sinkenden Preisen sowie neuen, attraktiven Hardware-Angeboten in diesem Segment“, erklärt Dr. Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT EMEA bei Deloitte.

Auch das Smartphone zieht die große Mehrheit der Mediennutzer dem Tablet vor

Deutschland: Welches mobile Endgerät ist Ihnen wichtiger (nur Besitzer beider Gerätekategorien)

Besonders die Verbraucher zwischen 30 und 46 Jahren sind verantwortlich für den rasanten Anstieg der Geräte im vergangenen Jahr, der Anteil an Tabletgeräten liegt dort bei 36 Prozent. Die jüngeren Generationen zwischen 14 und 29 Jahren liegen nur knapp darunter.

Schwach besetzt ist aktuell noch der Markt der Verbraucher über 47 Jahre, nur knapp ein Fünftel setzen hier auf die mobilen Geräte.

Laptop vs. Tablet
Laut Deloitte liegt das Laptop in der Nutzergunst noch ganz weit vorn: 79 Prozent der Befragten gaben an, das Laptop sei wichtiger als ein Tabletgerät. Damit hinkt der Deutsche Markt den weltweiten aktuellen Trends noch hinterher. (Für 2013 wird laut DisplaySearch weltweit erstmals ein größerer Absatz an Tablet-Geräten als an Laptops prognostiziert).

Tablet dient als Zweitgerät
Beim Smartphone verhält es sich analog wie beim Laptop. Auch hier mag kaum ein Verbraucher zugunsten eines Tablets auf das Mobiltelefon verzichten. Natürlich sind es in erster Linie Kommunikationsfunktionen, die dem Smartphone den großen Vorteil einräumen. Das zeigt sich auch im direkten Vergleich zwischen Smartphone und Laptop – hier verhält sich die die Notwendigkeit der Geräte unter den Verbrauchern nahezu ausgeglichen.

„Das Manko von Tablets ist in erster Linie, dass ihre direkten ‚Konkurrenten‘ Smartphone und Laptop über mehr und exklusivere Produkteigenschaften verfügen. Das macht sie für nahezu alle Verbraucher attraktiver als Tablets. Diese sind zwar stylisch, aber eben Spezialisten, die sich in vielen Disziplinen den ‚Generalisten‘ Laptop und Smartphone geschlagen geben müssen. Damit sind sie eine gute Ergänzung mit bestimmten Nutzungsschwerpunkten, aber eben kein vollwertiger Ersatz“, ergänzt Dr. Andreas Gentner.

 

Aufmacherbild: © Karin & Uwe Annas – Fotolia.com

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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