Online-Payment: Deutsche favorisieren PayPal

5. März 2013, 9:50 Uhr | Archiv

1.978 Internetnutzer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden im Dezember 2012 online anonym befragt. Im Fokus der Befragung stehen die Sichtweise und Nutzungsgewohnheiten zum Thema Online-Payment. In D-A-CH gibt es dabei große Unterschiede im Zahlungsverhalten. Während deutsche Online-Shopper PayPal favorisieren, nutzt man in Österreich und der Schweiz lieber die Kreditkarte für Online-Einkäufe.

(Logo: PayPal)

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Für rund 29 Prozent der Kauftransaktionen in Deutschland wird PayPal für den Bezahlprozess genutzt – damit hat die ebay-Tochter ihren Anteil seit der letzten Erhebung vor zwei Jahren in Deutschland annähernd verdoppelt. Die Rechnung schafft es in allen drei untersuchten Ländern auf Platz zwei der am häufigsten genutzten Bezahlverfahren. In Deutschland wird nach wie vor knapp jeder fünfte Online-Kauf über Rechnung abgewickelt – in der Schweiz sogar noch ein wenig mehr. Auch die Lastschrift erreicht mit knapp 15 Prozent in Deutschland noch einen wesentlichen Marktanteil und damit noch vor der Kreditkarte den dritten Rang. In Österreich und der Schweiz hingegen kann die Lastschrift diesen Platz nicht behaupten und hat mit 5,7 beziehungsweise 2,2 Prozent Marktanteil eine deutlich geringere Bedeutung. „Die signifikant größere Bedeutung der Kreditkarte in Österreich und der Schweiz lässt sich unter anderem mit der internationalen Einsetzbarkeit des Bezahlverfahrens erklären. In Österreich zum Beispiel wird rund die Hälfte der Internet-Bestellungen in ausländischen Online-Shops getätigt. Hier ermöglicht die Kreditkarte besonders einfach den grenzüberschreitenden Konsum“, erläutert Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Internetspezifische Bezahlverfahren holen besonders im Bereich des Mobile Shoppings auf. In Deutschland hat bereits ein knappes Drittel der Befragten mobile Zahlarten (SMS, mpass, etc.) beim Kauf über das Smartphone genutzt. Über Amazon Payments hat bereits ein Viertel der Smartphone-Nutzer eingekauft. PayPal führt in Deutschland mit 44,1 Prozent auch hier das Feld der genutzten Zahlarten an. In Österreich und der Schweiz haben sich mobile Bezahlverfahren bereits auf Rang drei der meistgenutzten Zahlungsverfahren über das Smartphone vorgearbeitet. In Österreich werden die meisten mobilen Transaktionen über die Kreditkarte (48,1 %) oder PayPal (29,8 %) abgewickelt. Schweizer nutzen für ihren Einkauf mit dem Handy am häufigsten die Kreditkarte (59,5 %) und die Zahlung auf Rechnung (28,1 %). „Angesichts der erheblichen politischen Anstrengungen Zahlungssysteme zu europäisieren, ist es wirklich frappierend, wie stark nationale Eigenheiten im Zahlungsverkehr erhalten geblieben sind – und das sogar im angeblich „grenzenlosen“ Internet. Händler mit grenzüberschreitenden Ambitionen werden nur dann erfolgreich sein, wenn sie diese Unterschiede berücksichtigen“, so Prof. Dr. Malte Krüger von der Hochschule Aschaffenburg.

(Quelle: ECC Handel)

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Marco Schürmann

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