W3C-Empfehlung bringt Webfonts nach vorn

11. März 2013, 9:36 Uhr | Archiv

WOFF steht für Web Open Font Format und komprimiert als Container-Format die verwendeten Webfonts. Dadurch verkürzen sich die Ladezeiten von Schriften auf Internetseiten, wodurch die Nutzung von Webfonts komfortabler und auf längere Sicht anerkannter wird. Durch mitgespeicherte Metadaten ist das Schriftdesign urheberrechtlich geschützt.

Individuelle Schriften auf der Internetseite - mit WOFF ist ein Standard für einfache Umsetzung geschaffen

Individuelle Schriften auf der Internetseite – mit WOFF ist ein Standard für besser Web-Typografie geschaffen

Noch vor wenigen Jahren befanden wir uns in einer Zeit, da Unternehmen und Webdesigner zugunsten universeller Darstellbarkeit auf „ausgefallene“ Schriften verzichten mussten. So war es vielfach unmöglich für Unternehmen, ihre Hausschrift auch im Internet einzusetzen. Die begrenzte Anzahl von Systemschriften, die auf allen Betriebssystemen vorinstalliert waren, machte harte Kompromisse im Bereich der Individualität und Markenstärke notwendig. Mit der stärkeren Verbreitung von Webfonts gelang es in den letzten Jahren, zunehmend auch weniger verbreitete Schriften in Internetseiten einzubinden, ohne Darstellungsprobleme befürchten zu müssen oder auf das Hilfsmittel „Grafik statt Schrift“ zurückzugreifen – eine Praxis, die entscheidende Nachteile zum Beispiel für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen mit sich bringt.

Webfonts bieten ein enormes gestalterisches Potenzial und die Entwicklungen sind noch lange nicht am Ende angelangt: Vor wenigen Monaten markierte die Verabschiedung der W3C-Empfehlung des WOFF 1.0 Standards einen weiteren wichtigen Schritt zur flächendeckenden Einführung von Webfonts und die damit verknüpften entscheidenden Verbesserungen der Web-Typografie in allen ihren Einflussbereichen.

Monotype war einer der frühen Unterstützer der Entwicklung des WOFF Standards. Ein W3C-standardisiertes Font-Format, das von allen Browsern unterstützt wird, leistet einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Web-Typografie im Allgemeinen.

WOFF ist das Format der Wahl für Fonts.com, der weltgrößten Auswahl an Webfonts verschiedener Anbieter. Monotype konnte bereits einen konstanten Ausbau in der Annahme des WOFF Standards verzeichnen und vergibt heute bereits 68 Prozent mehr WOFF Dateien als noch vor fünf Monaten. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen und die W3C-Empfehlung ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Vladimir Levantovsky, Senior Technology Strategist Monotype 

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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