SmartSign misst Blickkontakt mit Werbeschildern

10. April 2013, 13:46 Uhr | Archiv

EFI hat auf der ISA International Sign Expo in Las Vegas ein System zur Erfassung und Analyse von Werbeschild-Betrachtungen vorgestellt. Unter dem Namen SmartSign Analytics (SSA) hilft das von Online Print Solutions entwickelte System, die Werbewirkung von Schildern besser zu verstehen und zu bewerten.

Blickkontakt und Verweildauer kann SmartSign Analytics registrieren. Eine Geischtserkennung erlaubt gar demographische Auswertungen.

Blickkontakt und Verweildauer kann SmartSign Analytics registrieren. Eine Geischtserkennung erlaubt gar demographische Auswertungen.

Erst im Oktober übernahm EFI mit Online Print Solutions (OPS) einen Dienstleister mit immensem Know-how im Bereich von variablen Daten und Cross-Media-Lösungen. Und man versprach, diese Wissen für EFI-Kunden nutzbar zu machen. Zur Sign Expo hat man nun mit SmartSign Analytics ein „Google Analytics für Werbeschilder“ vorgestellt.

„Im Zeitalter von Big Data kann der Print die Aussagekraft, den Umsatz und den Gewinn erhöhen. Diese Technologievorführung zeigt auf, welchen Weg die Schilder gehen werden“, meint Mark McGowan, Director of OPS Products, EFI. „SSA hat das Potenzial, beispiellose Einblicke in die besten Strategien zu geben und deren Realisierung zu fördern, um den Umsatz im Einzelhandel zu steigern.“

Ein SSA-Modul besteht aus einer Webkamera, die an einem Schild montiert und mit einem Computer oder Tablet-PC verbunden ist, auf dem eine Gesichtserkennungssoftware sowie die von EFI entwickelte SSA-Software zur Datenorganisation, Analyse und Berichterstellung installiert sind. In einer typischen Einzelhandelsumgebung werden wahrscheinlich mehrere Module zum Einsatz kommen, um die Wirkung der einzelnen Schilder in verschiedenen Geschäften oder an unterschiedlichen Standorten im gleichen Geschäft zu messen, zu vergleichen und zu optimieren.

Die im SSA-System integrierte Kombination aus Webkamera und Software erkennt, wenn ein Kunde im Sichtbereich steht, und ermittelt, wer sich wirklich das Schild betrachtet. Die Blickverfolgungsfunktion des SSA-Systems erlaubt auch zu berechnen, wie lange sich der Kunde das Schild anschaut.

Über diese nützlichen Daten hinaus bietet die moderne SSA-Technologie noch detailliertere demographische Informationen. Mit einem fortgeschrittenen, selbst entwickelten Gesichtserkennungsalgorithmus weist das SSA-System dem Betrachter ein Geschlecht und einen Altersbereich zu. Damit stellt es eine Fülle zusätzlicher Marktsegmentdaten zur Verfügung, die die Unternehmen mit anderen Mitteln nicht so schnell oder einfach erfassen können.

Eine eingebettete, ausfallsichere Routine in der Software gewährleistet, dass das SSA-System die Gesichtsdaten sofort wieder verwirft, so dass während der Erkennung keine Gesichter gespeichert werden. Die Beta-Phase des Systems wird in diesem Quartal begonnen.

Zur drupa 2012 interviewten wir bereits Mark McGowan zum Nutzen von Online Print Solutions bei Crossmedialen Marketing-Kampagnen (Video in englisch)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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