3D Drucker zum Anfassen auf der Make Munich

17. April 2013, 18:04 Uhr | Archiv

Die Münchner Messe „Make Munich“ ist zur Zeit die einzige ihrer Art in Süddeutschland und will Makern (Neudeutsch für „Bastler“) nach amerikanischem Vorbild eine Plattform bieten, Erfahrungen auszutauschen, zu basteln, zu tüfteln und sich inspirieren zu lassen. Schwerpunkt der Messe ist das Thema High-Tech, besonders der 3D-Druck rückt dabei in den Fokus der Aussteller.

Makermesse Make Munich

High-Tech und 3D-Druck stehen auf der Make Munich im Fokus

Am Wochenende vom 20. bis 21. April findet in der Tonhall München mit der „Make Munich“ die erste Makermesse in Süddeutschland statt.

Die Maker-Bewegung (Maker = Neudeutsch für Bastler) findet auch in Deutschland immer mehr Unterstützer. Deren Anhänger haben sich zum Ziel gesetzt, technische Probleme zu lösen, ohne dabei auf kostspielige Hilfsmittel angewiesen zu sein. Zentrales Merkmal der Bewegung stellt das Open-Source-Prinzip dar, das heißt, dass jeder an der Entstehung und Entwicklung von Produkten mitwirken kann und auch Zugriff auf diese hat. So werden neue Wege beschritten und man bedient sich beispielsweise 3D-Druckern, um Ersatzteile zu fertigen. Diese Technik, die zunächst nur für die Industrie zugänglich war, findet immer mehr den Weg ins Wohnzimmer und sofort einsatzfähige 3D-Drucker werden online bereits für weniger als 1.000 Euro gehandelt.

Fix It Yourself

Sofern die nötigen CAD-Dateien vorhanden sind oder diese selbst erstellt werden, lassen sich alle denkbaren Gegenstände und Formen aus dem flüssigen oder pulverförmigen Ausgangsmaterial fertigen. Hobbydesigner haben die Möglichkeit ihre Ideen direkt selbst umzusetzen und sind nicht mehr zwingend auf Unternehmen angewiesen, allerdings dauert die Druckphase heute noch recht lange. Dadurch sind die erhältlichen 3D-Drucker wie der MakerBot „Replicator 2″ (Vorstellung s. Video) für die Massenproduktion von Artikeln weder bestimmt noch geeignet. Das ist jedoch auch nicht das Ziel der Maker. Sie wollen individuelle Prototypen erstellen und Ideen verwirklichen. Tüfteln und Probieren, teils mit konkretem Verwendungszweck, teils um der Sache willen, so kann das zentrale Anliegen der Maker und der Make Munich umrissen werden.

In den USA haben Maker-Zusammentreffen bereits Tradition und finden jährlich mehrmals im ganzen Land statt. Nach diesem Vorbild haben mit der Make Munich europäische und deutschsprachige Tüftler die Möglichkeit, sich auch außerhalb des Internets zu organisieren und damit die Bewegung mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Hinter der Idee für die Make Munich, stecken eine Handvoll Münchner HighTech Enthusiasten. Nils Hitze, Leiter der Messe und Mitgründer des Münchner Startups 3ddinge.de sagt: „Unsere Idee ist es mit der Make Munich Technologien und Trends, die Viele nur aus Zeitschriften und dem Fernsehen kennen für die breite Masse greifbar zu machen, dafür zu begeistern und gleichzeitig ein Netzwerk für Austausch und Zusammenarbeit zwischen „Makern“ und interessierten aus dem süddeutschen Raum zu schaffen.“

Tickets für die Messe sind noch erhältlich und für Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

 

Die Redaktion wurde bei diesem Beitrag von der Online Druckerei Flyerpilot.de unterstützt.

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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