Erfolgsmessung in Social Media mit neuen Richtlinien

22. April 2013, 13:17 Uhr | Archiv

Qualität und Aussagekraft erhobener Daten beim Social Media Monitoring richtig zu deuten ist dank fehlender Standards eher ein Fischen im Trüben. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) will diesem Umstand nun mit der Veröffentlichung einer neuen Richtlinie für Social Media Monitoring begegnen. Diese berücksichtigt jegliche aktuellen Arten von Social Media: Soziale Netzwerke, Microblogging Plattformen, Weblogs, Foren, Bild- und Videoportale sowie Bewertungsplattformen und Webseiten mit integrierten Social-Media-Funktionen.

Anna-Maria Zahn, stv. Vorsitzende der Fachgruppe Social Media im BVDW

Anna-Maria Zahn, Fachgruppe Social Media: Die Richtlinie soll branchenübergreifend in der gesamten Wirtschaft eine gemeinsame Ausgangsbasis bilden, um ein einheitliches Verständnis von Social Media Monitoring zu schaffen.

Die Fachgruppe Social Media des BVDW schafft mit der neuen Richtlinie eine branchenübergreifende Grundlage für Social Media Monitoring. Durch eine einheitliche Einteilung von Medientypen soll die Erfassung und Kategorisierung von Medieninhalten die Qualität und Aussagekraft von Monitoring-Daten verbessern und vergleichbar machen. Zugleich sollen durch die Richtlinie manuelle Aufwände bei der Datenanalyse reduziert werden und Nutzer von Monitoring-Systemenen von der Vereinfachung profitieren. Dabei unterstützt der Verband Monitoring-Anbieter durch vereinheitlichte Formulierungen zur Einteilung der Medientypisierung.

 

Ständige Optimierung erforderlich

„Die neue Richtlinie im BVDW berücksichtigt die derzeit wichtigsten Medientypen und soll künftig die Erfolgsmessung von Social Media am gesamten Markt vereinheitlichen. Ihre Einführung stellt einen ersten Schritt in Richtung Professionalisierung der Monitoring-Branche dar. Aufgrund der dynamischen Entwicklung im Bereich Social Media werden wir unsere Empfehlungen kontinuierlich an die Marktentwicklung anpassen. Wir empfehlen die technische Implementierung der Richtlinie, damit Anbieter und Dienstleister den Bedürfnissen ihrer Anwender in Zukunft vollends gerecht werden“, sagt Anna-Maria Zahn (ForschungsWeb), stv. Vorsitzende der Fachgruppe Social Media im BVDW.

 

In zwei Stufen analysieren

Zur Entwicklung einer validen Erfolgskontrolle definiert die Fachgruppe Social Media zwei Aggregationsstufen für die unterschiedlichen Anwendungsfälle im Social Media Monitoring. In der ersten Stufe werden ähnliche Medientypen zusammengefasst um eine einfache Segmentierung der primären Kommunikationskanäle im Social Web zu erreichen. Im zweiten Schritt wird eine detailliertere Unterscheidung der Kanäle vorgenommen um eine höhere Aussagekraft der Analysen zu erreichen. Die BVDW-Richtlinie berücksichtigt sowohl jegliche Arten von Social Media (z.B. Social Networks, Microblogging Plattformen, Weblogs, Foren, Bild- und Videoportale sowie Bewertungsplattformen) als auch als auch Webseiten mit integrierten Social-Media-Funktionen zum Teilen oder Bewerten (z.B. Presseportale, Nachrichtenplattformen, Unternehmenswebseiten).

Detaillierte Informationen zu den unterschiedlichen Anwendungsfällen und -szenarien findet man in den BVDW-Richtlinien für Social Media Monitoring, die als PDF-Dokument kostenfrei auf der BVDW-Webseite heruntergeladen werden können.

Aufmacherbild: © kbuntu – Fotolia.com

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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