Kodak verkauft Scanner-Sparte an Brother

22. April 2013, 8:05 Uhr | Archiv

Zur Finanzierung seines Neustarts trennt sich Eastman Kodak von einem weiteren Geschäftsbereich. Für rund 160 Millionen Euro verkauft man das Document-Imaging-Geschäft an den japanischen Druckerspezialisten Brother. Der Deal umfasst den Bereich Dokumentenscanner, sowie die zugehörige Bilderfassungsoftware und die technischen Dienstleistungen. Soweit keine anderen Angebote eingehen, könnte der Verkauf im dritten Quartal 2013 abgeschlossen werden.

Brother übernimmt den Bereich Document-Imaging von Kodak. Hier der Dokumentenscanner i5800

Brother übernimmt den Bereich Document-Imaging von Kodak. Hier der Dokumentenscanner i5800

Mit dem Kaufpreis von 210 Million Dollar (ca. 160 Millionen Euro) übernimmt Brother den Document-Imaging-Geschäftszweig des insolventen Fotopioniers Kodak. Im Kaufpreis enthalten sind auch Verbindlichkeiten in Höhe von 67 Millionen US-Dollar, die der japanische Druckspezialist mit den Dokumentenscannern, Bilderfassungssoftware und technischen Dienstleistungen übernimmt. Mit der Sparte will Brother sein Portfolio, zu dem die Brother Multi-Function Center all-in-one-Geräte und Brother ImageCenter Scanner ergänzen und für kleine, mittelgroße und große Unternehmen ein robusteres Angebot präsentieren.

„Wir sind der Überzeugung, dass der Kauf von Kodak Document Imaging die globale Aufstellung von Brother im Bereich der Verwaltung digitaler sowie physischer Dokumente stärken wird. Der Erwerb wird es uns ermöglichen, einem größeren Kundenkreis ein verbessertes Produkt- und Serviceangebot zu bieten,“ sagt Toshikazu Koike, Representative Director und Präsident von Brother Industries, Ltd. „Kodak Document Imaging hat eine lange Innovationstradition im Scan- und Dokumentensektor und passt hervorragend zu Brother.“

Nach der Insolvenz im Januar 2012 und dem Verkauf von einer großen Zahl an Patenten Anfang diesen Jahres scheint dies ein weiterer Schritt zum Ziel zu sein, sich künftig auf den professionellen Druckmarkt zu spezialisieren und sich komplett aus dem Foto- und Imagebereich zu verabschieden.

 

 

 

 

 

 

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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