ColorGATE RIP mit Neuerungen in Version 7.20

30. April 2013, 16:27 Uhr | Archiv

Mit zahlreichen Neuerungen kommt die Version 7.20 der ColorGATE RIP-Software daher. Mit dem neuen TVI Calibration Module ist eine einfach zu bedienende Tonwertkorrektur möglich, eine verbesserte Simulation von Sonderfarbabstufungen hilft besonders im Verpackungsdruck. Mit einer neuen Vorschauansicht für Schneidepfade können auch Perforationen und Schneiderichtung visualisiert werden. Zudem bietet die neue Version die nötigen Werkzeuge zur Umsetzung des ProzessStandard Digitaldruck (PSD) der fogra.

Die ColorGATE RIP-Software in Version 7.20 bietet zahlreiche Neuigkeiten. So profitieren Productionserver 7 Anwender jetzt vom neuen optionalen TVI Calibration Module welches mit Hilfe des Prozesskalibrierungsassistenten eine einfach zu bedienende Tonwertkorrektur, analog zum Offsetdruck, ermöglicht. Ebenso wurde die Simulation von Sonderfarbstufen verbessert und eine neue Vorschau für Schneidepfade integriert. Darüber hinaus hat ColorGATE die Medienkontrollkeilauswertung in Proofgate 7 und Proofgate Module an die Vorgaben des ProzessStandard Digitaldruck (PSD) angepasst. Des Weiteren bietet die Version 7.20 Unterstützung für eine Vielzahl von neuen Druckern und Erweiterungen z.B. der Adobe PDF Print Engine (APPE), des G7 Calibration Module (G7CM).

TVI Calibrationsmodul

TVI Calibration Module (TVICM)

Mit dem TVI Calibration Module ergänzt ColorGATE die vorhandenen Farbmanagementwerkzeuge um die aus dem Offsetdruck bekannte Tonwertkorrektur nach ISO 12647-2. Analog zum Offsetbereich können mit Hilfe der Punktzuwachskorrektur unter Verwendung von standardisierten Tinten und Einhaltung von papiertypspezifischen Zieltonwertzuwächsen standardkonforme Ergebnisse erzielt werden.

Bessere Simulation von Sonderfarbabstufungen

Diese Funktion verbessert die Wiedergabe von Sonderfarben, die auch Farbabstufungen oder Verläufe beinhalten. Besonders im Verpackungsdruck besteht die Anforderung Branding-Informationen in höchster Qualität auf verschiedensten Materialien drucken zu können. Um die Anforderungen der Markeninhaber bestmöglich umsetzen zu können, werden beim Einsatz von konventionellen Drucktechniken (z.B.Offset- oder Flexodruck) Sonderfarben mit einem individuellen Tonwertverhalten verwendet. Für den Digitaldruck wurde die Simulation des individuellen Tonwertverhaltens von Sonderfarben verbessert um das Verlaufsverhalten besser steuern zu können. So können im Verpackungsdruck oder beim Druck von kleinen, individualisierten Auflagen optimale Farbergebnisse erzielt wer-den. Dies wird erreicht, in dem neben der Vollfarbe auch für Abstufungen exakte Lab-Zielwerte angegeben werden können. Diese können messtechnisch erfasst werden oder über eine visuelle Abmusterung mit Hilfe des Color Atlas Moduls ermittelt und übergeben werden.

ProzessStandard Digitaldruck (PSD) in Productionserver 7, Proofgate 7 und Photogate 7

Der ProzessStandard Digitaldruck der Fogra Forschungsgesellschaft Druck e.V. hat zum Ziel die Prozesssicherheit zu verbessern, die Qualität von Digitaldruckerzeugnissen zu steigern und den gleichbleibenden visuellen Farbeindruck auch bei unterschiedlichen Drucksystemen sicherzustellen. Für Druckdienstleister im Bereich des Großformatdrucks (LFP) bietet dieses repräsentative Regelwerk – analog zum ProzessStandard Offsetdruck (PSO) – entscheidende Vorteile, da es erstmalig verbindliche und objektiv überprüfbare Standards für den Digitaldruck festschreibt und es somit für zertifizierte Betriebe die Möglichkeit gibt sich positiv von der Konkurrenz abzusetzen bei gleichzeitiger Erhöhung der Produktivität und Farbkonsistenz.

Die Productionserver 7 Campaign Printing RIP-Software bietet die nötigen Werkzeuge für die Umsetzung des ProzessStandard Digitaldruck. Die Kontrollkeilauswertung des Proofgate Moduls (PGM) bzw. von Proofgate 7 wurde wie folgt erweitert:

• „PSD – Medienrelative Abmusterung“ und „PSD – side-by-side“ als Reporte hinzu-gefügt
• „Messunterlage“ als Teil der Zusatzinformationen
• Lab-Werte der Messdaten können nun als solche exportiert werden

Neben der Integration der PSD-Funktionen bietet ColorGATE auch die Möglichkeit den Zertifizierungsprozess eines Druckbetriebes zu begleiten und zu koordinieren.

Vorschau von Schneidepfaden

Eine neue Voransicht stellt Schneidepfade farbig dar und visualisiert Perforation und Schneiderichtung

Eine neue Voransicht stellt Schneidepfade farbig dar und visualisiert Perforation und Schneiderichtung

Eine neue Vorschauansicht wurde hinzugefügt, welche den Schneidepfad farbig darstellt. Diese lässt sich auch in einer Vollbildansicht öffnen und so werden z.B. auch Perforationen visualisiert sowie auch die Schneiderichtungen. Ferner lassen sich Bézierkurven in Kreisbogenstücke bzw. Geradenstücke wandeln, um damit die Schneidegenauigkeit und Geschwindigkeit zu optimieren. Die Ergebnisse der Wandlung werden ebenfalls automatisch farbig visualisiert. Damit diese Darstellungen verfügbar werden, muss der Auftrag gerippt werden.

Weitere Verbesserungen und Module-Neuheiten

• Das Laden großer Mengen von kleinen Aufträgen wurde beschleunigt.
• Die Medienvorschau wurde optimiert, um Aufträge mit einer großen Anzahl von Kopien schneller anzeigen zu können.
• Das G7 Calibration Module (G7CM) zeigt nun weitere Werte auf der Auswertungsseite, um den Richtlinien der G7 Zertifizierung zu folgen.
• Die Adobe PDF Print Engine (APPE) kann nun PS/EPS Dateien verarbeiten. Ebenso wurde ein erweitertes Dialogfeld mit weiteren Optionen für die Verarbeitung eingebaut.

Neue Druckertreiber

ColorGATE RIP-Software Version 7.20 bietet eine große Auswahl an neuen Druckertreibern für unterschiedlichste Drucker: HP Indigo PDF (Cat 3), Roland XF-640 (Cat 1) Roland XR-640 (Cat 1), SIIT IP-7700 (ColorPainter H2P-74S) (Cat 1), SIIT IP-7900 (ColorPainter H2P-104S) (Cat 2). Neue Schneideplotter und Schneidetische: GCC Puma III/Jaguar IV (Cat 0) und DYSS (Cat 1).

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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