Potential des Facebook Social Graph

8. Mai 2013, 9:50 Uhr | Archiv

Facebook könnte mit seiner neuen Suche im Social Graph langfristig in den allgemeinen Suchmarkt einsteigen und damit in Konkurrenz zu Google treten. Welcher Markt bedient werden könnte, wie der Social Graph funktioniert und welche Potentiale die Graph Search-Funktion bietet, erklärt die Beratungsgesellschaft Mücke, Sturm & Company.

(Screenshot - Facebook)

(Screenshot – Facebook)

Durch die sogenannte Graph Search bietet Facebook völlig neue Möglichkeiten im Werbebereich. Mittlerweile zählt das soziale Netzwerk bereits über eine Milliarde Nutzer weltweit und kann damit eine enorme Reichweite vorweisen. Mit einer transaktionalen Suche könnte Facebook dabei in Konkurrenz zu allen E-Commerce Websites treten. Die Beratungsgesellschaft Mücke, Sturm & Company hat die Potentiale untersucht und hält einen jährlichen Umsatz von 8,3 Milliarden Euro durch transaktionale Suchanfragen für möglich. Drei Märkte haben dabei besonders viel Potential:

Bildersuche:
Durch eine Bildersuche wie z.B. bei Pinterest könnte der Markt für Produktsuchen für bereits bestehende Online-Shops erweitert werden. Durch die Einführung des bereits häufig diskutierten Buy-Buttons könnte auch eine direkte Erschließung des Marktes für den E-Commerce möglich sein.

Empfehlungsdienst:
Der Vorteil von Facebook ist, dass Empfehlungen auf soziale Nutzergruppen eingeschränkt werden können (wie z.B. Freundeskreis, Singles, etc.). Dadurch wäre ein solcher Dienst nicht nur für die Nutzer selbst, sondern auch für den Werbemarkt interessant, dem dadurch eine völlig neue Art des Targeting ermöglicht wird.

Online-Dating:
Der Partnervermittlungsmarkt im Netz umfasst allein in Deutschland knapp sieben Millionen Mitglieder und setzt dabei ca. 200 Millionen Euro um. Durch Graph Search könnte dieser Markt gefährdet werden – vor allem durch den kostenlosen Zugang. Der Graph Search macht sich dabei das Wissen anderer Mitglieder zu Nutze und kann auch Inhalte der User durchsuchen. So können zu einem angegebenen Stichwort etwa Status-Nachrichten, Likes, Fotos etc. abgefragt werden, ohne dabei die Privatsphäre-Einstellungen zu ignorieren.

Die neue Suche des sozialen Netzwerks Facebook erfordert ein Umdenken im Bereich SEO, denn die bekannten Methoden zur Unternehmensplatzierung bei Suchmaschinen wie etwa Google werden womöglich nicht bei der Graph Search funktionieren. Tips zur SEO für die neue Facebook-Suche gibt Ben Moehlenhoff von eprofessional.

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Marco Schürmann

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