Widerrufsrecht für Apps gefordert

10. Mai 2013, 8:59 Uhr | Archiv

Lucia Puttrich, Verbraucherschutzministerin der CDU aus Hessen, hat sich für ein Widerrufsrecht für alle digitalen Güter ausgesprochen: „Ein Rücksenderecht gibt es für jedes Kleidungsstück, eine App muss ich aber behalten, sobald ich sie heruntergeladen habe. Ob sie mir gefällt oder nicht“, erklärte sie im Vorfeld der Mitte des Monats stattfindenden Verbraucherschutzministerkonferenz.

(© aey - Fotolia.com)

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Aktuell erlischt das Widerrufsrecht bei einem Kauf digitaler Güter wie z.B. Apps mit dem Zeitpunkt des Downloads. Die Ministerin fordert von der Bundesregierung, sich bei der Umsetzung der EU-Verbraucherrichtlinie in nationales Recht dafür einzusetzen, dass Nutzer einen Ausgleich dafür bekommen, kein Widerrufsrecht mit Beginn des Downloads kostenpflichtiger digitaler Güter zu haben. So sei etwa die Bereitstellung einer Demo-Version als Pflicht denkbar.

In den AGBs weist Apple seine deutschen Nutzer darauf hin, dass Sie kein Rückgaberecht haben: „Ein gesetzliches Widerrufsrecht steht Ihnen bei Fernabsatzverträgen über Produkte, die auf Grund ihrer Beschaffenheit nicht für eine Rücksendung geeignet sind, wie Downloads von Audio- und Videodateien, E-Books oder Software, nicht zu.“ Die Google-Konkurrenz räumt den Kunden eine Frist von 15 Minuten ein, die App nach dem Download zurückzugeben und den Kaufpreis wieder zu erhalten.

(Quelle: n-tv)

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Marco Schürmann

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