E-Learning wird mobiler, persönlicher und vernetzter

28. Mai 2013, 9:11 Uhr | Archiv

In den kommenden Jahren wird das Lernen über den Computer und über das Internet zum wichtigsten Trend im Bildungswesen, erklärt der Bitkom. Hat man früher mit dem Begriff „E-Learning“ noch häufig das Abarbeiten von Fragen und Antworten bezeichnet, sind heutige Entwicklungen oftmals bereits weitaus interaktiver und individueller. Die Welt des E-Learning habe sich zu elektronischen Lernlösungen (Learning Solutions) weiterentwickelt, in denen moderne Lernmethoden mit Technik vereint werden.

(© bluedesign - Fotolia.com)

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„Elektronische Lern-Angebote werden immer mobiler, persönlicher und zugleich vernetzter“, sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Der Arbeitskreis Learning Solutions des Hightech-Verbands hat dazu ein Positionspapier Vom E-Learning zu Learning Solutions veröffentlicht, das einen Überblick über die Entwicklung des E-Learning gibt und die aktuellen Trends beim IT-unterstützten Lernen aufzeigt.

Apps für Mobilgeräte, grafisch anspruchsvolle Lernspiele mit einer spannenden Geschichte, interaktive E-Books oder Videos sorgen dafür, dass für jede Zielgruppe die Inhalte passend präsentiert werden können. Einer repräsentativen Umfrage des Bitkom zufolge hat bereits jeder zweite 14- bis 44-Jährige E-Learning genutzt. Rund jeder Dritte hat entsprechende Apps auf mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet installiert.

Aktuelle Software erlaubt es, jedem Lernenden an seinen Lernfortschritt angepasste Inhalte zu präsentieren. Kontext-basiertes Microlearning ermöglicht zudem, „Learning on Demand“. Statt zeitaufwändig viel Wissen auf einmal anzuhäufen, wird dabei immer nur jener Inhalt vermittelt, der aktuell benötigt wird. Zugleich bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit, sich einen bestimmten Lernstoff mit anderen gemeinsam zu erschließen. So ist es für viele Studierende heute selbstverständlich, Lerngruppen etwa bei Facebook zu gründen. „Massive Open Online Courses“ (MOOC) setzen auf die intensive Vernetzung von Anbietern, Referenten und Teilnehmern.

Learning Solutions gewinnen in der privaten Weiterbildung ebenso an Bedeutung wie in der Aus- und Weiterbildung. Schon heute setzen rund zwei Drittel der IT-Unternehmen E-Learning ein, fast jedes fünfte (18 Prozent) will entsprechende Instrumente und Methoden künftig nutzen. Dieses Interesse spiegelt sich auch im Umsatz der rund 250 Anbieter von E-Learning-Lösungen in Deutschland wider. Er ist zuletzt um 22 Prozent auf über 500 Millionen Euro gestiegen.

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Marco Schürmann

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