Ratgeber zum Publizieren auf iPad und Android

4. Juni 2013, 7:40 Uhr | Archiv

Die Tablet-Verkaufszahlen steigen rasant und die Entwicklungen rund um das Veröffentlichen digitaler Inhalte auf diesen Endgeräten machen große Fortschritte. Auch der Cleverprinting Ratgeber zum Publizieren auf Apples iPad und Android-Tablets kommt da nicht umher, das Werk dem aktuellen Stand anzupassen. Zur Veröffentlichung der neuen Auflage sprach beyond print mit Cleverprinting-Author Christoph Luchs über die Entwicklung am Markt.

Referent und InDesign-Experte Christoph Luchs zum aktuellen Stand im Tablet Publishing

Referent und InDesign-Experte Christoph Luchs zum aktuellen Stand im Tablet Publishing

Herr Luchs, zusammen mit Cleverprinting haben Sie gerade eine Neuauflage ihres Ratgebers „Publishing für Apple iPad und Android Tablet“ veröffentlicht. Nun hat sich in der Zeit seit der ersten Auflage doch recht viel am Markt getan. Ist vom Ursprung überhaupt noch etwas übrig geblieben?

Mit der Vorstellung des iPads 2010 hat sich nach kurzer Zeit das digitale Magazin etabliert – ein seitenbasiertes Medium als PDF mit interaktiven Überlagerungen. Der Herstellungsprozess war anfangs sehr aufwändig und teuer. Bis heute sind weitere Formate hinzugekommen: PDF-Apps, WebApps, iBooks oder ePUBs bieten ähnliche Multimedia-Möglichkeiten – die Grenzen zwischen einem seitenbasierten Format zum Web sind jedoch fließender als vor drei Jahren. Im Rückblick zeigt sich, dass die ersten Experimentierphase mit dem neuen Medium „Tablet“ abgeschlossen ist und sich klare und bezahlbare Lösungen herauskristallisiert haben.

 

Zwar sind die Verkaufszahlen der Tablets im vergangen Jahr sprunghaft angestiegen, der Markt für digitale Zeitschriften kämpft aber immer noch um eine ernstzunehmende Zahl an Lesern. Gibt es hierzu verlässliche Zahlen und Fakten?

Als Grundlage für unser Buch greifen wir auf umfangreiche Zahlen zurück, die u.a. vom Anbieter Statista oder dem Branchenverband Bitkom stammen. Diese sind so aussagekräftig, dass jeder, der sich überlegt, einen Titel auf Tablets anzubieten, eine Entscheidungsgrundlage in der Hand hat. So kann die Zielgruppe der Tablet-Besitzer klar umrissen werden, auch die Tablet-Nutzung – Inhalte, Dauer, Zeiträume – ist ausgiebig dokumentiert.

Konkrete Zahlen zu einzelnen Magazinen im Vergleich zu den gedruckten Auflagen sind spärlich und vermischen sich zudem mit den Online-Angeboten der Verlage. Als Autoren haben wir den Eindruck gewonnen, dass noch kein Verlag konkrete Umsätze mit digitalen Magazinen erzielt und dies aufgrund vom drohenden Image-Verlust auch nicht öffentlich kundtut. Jedoch machen kleine wie große Projekte Mut, das Risiko „Tablet“ einzugehen.

 

Beim Tablet Publishing denkt man in erster Linie an das iPad von Apple, für 2013 wird aber prognostiziert, dass Apple die Marktführerschaft auch im Tablet-Bereich an Android-Geräte abgeben muss. Das zieht auch eine Menge an unterschiedlichen Displayauflösungen nach sich. Nehmen Sie darauf Rücksicht?

Diesem Thema ist in der Tat sehr problematisch, denn worauf sollte man sich als Gestalter verlassen? Wir haben die unterschiedlichen Auflösungen und Proportionen mehrfach berücksichtigt. Zum einen stellen wir aktuelle Geräte-Trends vor und nennen die Zahlen und Fakten. Wie man diesem Problem gestalterisch begegnet, zeigen wir im Design-Kapitel und die Konvertierung von einem fertigen interaktiven Layout wie dem iPad zu einem alternativen Format wie Android erklären wir anhand der Liquid-Layout-Technik in InDesign. Nichtsdestotrotz setzen viele Tablet-Anwender auf das iPad, ein Großteil aller Anwender benutzt bislang ein Apple-Gerät.

 

Welche Publishing-Lösungen behandeln Sie in ihrer Veröffentlichung? Spielen auch Web-Apps und ePaper auf Basis von PDF eine Rolle? Letzter scheinen besonders bei Verlegern eine willkommene, preisgünstige Lösung zu sein, um in den Tablet Publishing Markt einzusteigen.

Unser Augenmerk liegt auf allen Lösungen für digitale Magazine. Darin eingeschlossen beleuchten wir u.a. PDF-Apps, die Lösungen von Adobe, Quark und Aquafadas sowie die Web-App. Alle Lösungen beschreiben wir in kurzen Kapiteln und beleuchten Vor- und Nachteile. Dabei ist die Web-App als plattformunabhängige Lösung eine hochinteressante Alternative! Als Einstieg in die Tablet-Welt ist die PDF-App ein pragmatischer Kompromiss: Der Aufwand, eine PDF-App aus dem Print-Layout zu erstellen, ist vergleichsweise gering und die Kosten halten sich im Rahmen, auch wenn das Medienerlebnis für den Nutzer eingeschränkt ist.

 

In wieweit geben Sie den Lesern einen handfesten Einstieg in die Konzeption und Gestaltung von Apps? Die Cleverprinting-Ratgeber zeichnen sich meist durch praxisnahe Tipps & Tricks aus – liefern Sie auch hier einen Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen einer digitalen Publikation?

Aus unseren Schulungen der vergangenen drei Jahre und den Diskussionen mit den Schulungsteilnehmern haben wir zahlreiche Tipps und Tricks aufbereitet. Neben Zahlen und Fakten zum Tablet-Markt umfasst unser Handbuch das Konzept, Screendesign und die Herstellung des digitalen Magazins als App mittels der Adobe Digital Publishing Suite. Als gestalterische Orientierung stellen wir herausragende Magazinprojekte vor, geben Tipps zu Typografie und Layout und nennen zahlreiche Tipps im Anlegen von Vorlagen für InDesign. Die Arbeitsweise mit der ADPS insbesondere den Folio Overlays, Folio Builder sowie dem App Builder beschreiben wir umfassend, sodass jeder Leser im Anschluss direkt mit der Gestaltung des eigenen Magazins loslegen kann – mit Schritt-für-Schritt-Anweisungen in gewohnter Cleverprinting-Manier!

 

Das klingt spannend, welche Zielgruppe sprechen sie mit dem Ratgeber in erster Linie an? Und wo bekomme ich ihn – außer in unserer Verlosung?  Gehen Sie auch mit gutem Beispiel voran: Wird es den Ratgeber auch als App geben ?

Alle Kreativen, die im Bereich Layout, Grafik, Design, Konzeption oder Herstellung arbeiten, bekommen mit unserem Buch einen umfassenden Blick auf das Thema Tablet Publishing. Drüber hinaus bieten wir Verlegern, Lektoren oder Marketing-Verantwortlichen Zahlen, Statisitiken und Strategien für das neue Medium an. Das Buch erhalten Sie im Shop auf Cleverprinting.de sowie im Buchhandel. Es kostet 24.95 € zzgl. Versand. Eine App als Vertriebsmedium ist zu diesem Thema natürlich naheliegend: wir planen, das neue Buch als App herauszubringen. Wie und in welcher Form verraten wir Ihnen demnächst auf Cleverprinting.de oder in unserem bekannten Newsletter.

 

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Auf 164 Seiten bietet der Ratgeber aktuelle Marktzahlen und wichtige Tipps zum Publizieren auf Tablet-Geräten

Verlosungsaktion

Im Rahmen des Interviews verlosen wir unter den beyond print Lesern 5x den Ratgeber „Publishing für Apple iPad und Android Tablet“. Einfach das Teilnahmeformular bis Freitag, den 7.6.2013 bis 15:00 h an uns senden und mit etwas Glück liegt das gedruckte Werk schon nächste Woche im Briefkasten. Wer einen Vorgeschmack haben möchte, kann sich hier ein Probekapitel herunterladen.

Die Gewinner wurden bereits schriftlich benachrichtigt.

Freuen Sie sich demnächst auf weitere Verlosungsaktionen auf beyond-print.de!

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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