Leben retten mit dem 3D Drucker

5. Juni 2013, 15:59 Uhr | Archiv

Mit dem 3D Drucker Leben retten. Mit dem heutigen Stand der Technik bei 3D Drucker lässt sich auch im medizinischen Bereich viel machen. Anfang März haben amerikanische Ärzte in Long Island etwa nach einer mehrstündigen Operation 75 Prozent eines menschlichen Schädels durch eine per 3D-Druckverfahren eigens für den Patienten angefertigte Prothese ersetzt.

(Photo: Courtesy Oxford Performance Materials)

(Photo: Courtesy Oxford Performance Materials)

Entwickelt wurde die Prothese mit der Bezeichnung „OsteoFab Patient Specific Cranial Device“ von dem in Connecticut ansässigen Unternehmen Oxford Performance Materials, nachdem die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde im Februar die Schädelprothese zugelassen hatte.

Das Implantat wurde mit einem 3D-Drucker hergestellt. Der Vorteil dabei ist, dass damit speziell an die Anatomie des Patienten angepasst werden kann. Weiterhin seien die Prothesen billiger, die Operationszeit kürzer und der Eingriff weniger gefährlich. Man hofft, dass sich der 3D Druck in der orthopädischen Branche etablieren kann. Mittlerweile werden 3D-Druckverfahren immer häufiger für medizinische Zwecke eingesetzt – dabei reicht das Spektrum von Prothesen über Hörgeräte bis hin zu kosmetischen und zahntechnischen Maßanfertigungen. Die Transplantation einer mit Hilfe eines 3D-Druckers hergestellten Schädelprothese ist jedoch etwas Neues. Die Prothese wurde aus Polytherketonketon, kurz PEKK, hergestellt und weist eine ähnliche Struktur wie Knochen auf – zudem ist sie osteokonduktiv, kann also Knochenwachstum stützen und ist röntgenstrahlendurchlässig, anders als bei Metallimplantaten.

Innerhalb von zwei Wochen können die mittels Computer- oder Magnetresonanztomografie eingescannten Körperteile hergestellt werden. Durch die schnelle technische Weiterentwicklung könnte das Verfahren schon bald zur kostengünstigeren Alternative zu herkömmlichen Prothesen werden.

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Marco Schürmann

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