Adobe Creative Suite CC verfügbar

17. Juni 2013, 19:20 Uhr | Archiv

Wie von Adobe auf der letzten Anwenderkonferenz Adobe MAX angekündigt, steht die neue Creative Suite mit aktualisierten Programmen ab dem 17. Juni für Kunden bereit. Um 20:00 Amerikanischer Zeit (Kalifornien) werden die neuen Versionen zum Download bereitstehen, bei uns ist es dann 5:00 h morgens. Wer auf Kaufversionen setzt, kann die neue Creative Suite CC nicht erwerben, die Software gibt es fortan nur noch in der Creative Cloud in Form eines Abo-Modells. Für bestehende Abonnenten liegen InDesign, Photoshop, Illustrator & Co. bereits im Application Manager zum Download bereit.

Adobe setzt Alles auf die Cloud: Die klassische Kauf-Software hat ausgedient.

Adobe setzt Alles auf die Cloud: Die klassische Kauf-Software hat ausgedient.

Auf der Keynote (Aufzeichnung hier) zum Start der Kreativ-Konferenz Adobe MAX hat Adobe eine Runderneuerung seinder Produkte und Dienste angekündigt. Mit dem Kürzel „CC“ sind diese 15 neuen Desktop-Programme nun verfügbar.

Was mit der Einführung der Creative Cloud im letzten Jahr begonnen hat, ist mit der neuen Generation der Adobe CC nun einzige Option: Die klassische Kaufversion hat ausgedient und läuft mit der CS 6 aus (ist aber weiterhin verfügbar), alle Neuerungen sind nun nur noch  im Abo-Modell der Creative Cloud verfügbar.

Neben eine Vielzahl von Verbesserungen in den klassischen Tools wie InDesign, Photoshop, Illustrator, After Effects oder Premiere, sind gerade für die Webentwicklung eine Menge neuer Edge-Tools dabei.

Alle Dokumente in die Cloud

War der Synchronisationsdienst für Daten in der Creative Cloud – hier werden 20 GB Speicher zur Verfügung gestellt – bisher nur für Teamzugänge sinnvoll zu gebrauchen, so ändert sich dies in der neuen Version. Mit einer neuen nativen Synchronisations-App wird echtes Teamwork und die Freigabe von Ordnern an andere Creative Cloud-Nutzer nun sinnvoll umgesetzt. Im Gegensatz zu anderen Diensten wie dropbox & Co. bringt der Abbleich noch einige Adobe-spezifische Vorteile mit sich: Von allen in der Cloud gespeicherten Adobe Dokumenten kann im Web oder auf der ebenfalls erscheinenden iOS-App eine hochauflösende Vorschau angezeigt werden. Dabei handelt es sich nicht nur um ein einfaches Vorschaubild der Datei, es lassen sich eine Vielzahl zusätzlicher Metadaten und Informationen wie verwendete Schriften, Farben, Bilder etc. abrufen. Zudem lassen sich bei Illustrator- und Photoshop-Dokumenten auch einzelne Ebenen ein- und ausblenden. Auch eine Versionierung der Daten ist enthalten, zu denen auch entsprechende Vorschaubilder zu Verfügung stehen. (Update: Die Synchronisation über die Desktop App, sowie die passende App für iOS stehen zum Launch noch nicht bereit, werden aber im Rahmen des Abonnement nach Fertigstellung sofort verfügbar gemacht. Der Dateiupload und die Sharing-Funktion über den Browser funktioniert wie gewohnt.)

Voreinstellungen zentral ablegen

Neben den Dokumenten lassen sich nun auch alle Voreinstellungen der Adobe-Programme in der Cloud ablegen. Arbeitsumgebungen, Exporteinstellungen, Werkzeugspitzen und andere Vorlagen sind nun über die Creative Cloud zugänglich und lassen den User im Falle einer Neuinstallation die gewohnte Arbeitsumgebung mit einem Klick wiederherstellen. Auch Schriften und Farbvorlagen synchronisieren sich über den Dienst.

Gestalten in der Community

Nicht nur die Cloud selbst spielt fortan eine große Rolle bei Adobe – auch der Community-Gedanke wird eng in die Programmwelt einbezogen. Soziales Sharing der Kreativprozesse ist direkt aus den Programmen möglich, besonders auf der Kreativ-Plattfom behance.net mit seinen mehr als 1 Millionen Mitgliedern. Feedback von anderen Kreativen wird direkt in der Creative Cloud Desktop-App angezeigt.

Web-Fonts für den Desktop

Mit TypeKit standen Creative Cloud Abonnenten bisher eine Vielzahl von kostenlosen Web-Fonts für die Gestaltungsprozesse zur Verfügung. Mit der neuen Version stehen diese Schriften zukünftig auch als Desktop-Schriften bereit und lassen sich direkt aus der Cloud installieren. 175 Schriftenfamilien stehen mit TypeKit als Desktop-Variante zur Verfügung. (Update: Die TypeKit Fonts für den Desktop sind mit dem heutigen Update noch nicht verfügbar, werden aber in kurzer Zeit für die Creative Cloud Teilnehmer bereitstehen)

Preispolitik und Kritik

Mit der Ankündigung der Adobe CC Suite wurden im Netz eine Vielzahl von Diskussionen über die Abo-Pflicht ausgelöst. Zuletzt wurde im firmeneigenen Blog bereits angedeutet, dass die Kritik verstanden wurde und schon bald Lösungen für den Kunden präsentiert werden. Das Abo-Modell ist aber beschlossene Sache und aktuell bietet man Bestands- und Neukunden attraktive Konditionen für den Wechsel. CS6-Kunden können das Jahresabo für 24,59 Euro im Monat erwerben, andere Bestandskunden (ab CS3) zahlen im ersten Jahr 36,89 Euro pro Monat. Für Teams und Enterprise-Kunden stehen individuelle Abomodelle bereit.

 

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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