Obility startet zum ersten Anwendertreffen

19. Juni 2013, 10:44 Uhr | Archiv

Auf dem ersten Anwendertreffen von Printdata und M/S VisuCom wurden Anfang Juni Kunden und Anwendern unter dem Motto „OPS goes Obility“ die Öffnung der eigenen Web-to-Print und E-Business-Lösung zum neuen Obility-Geschäftsbereich vorgestellt. Rund 70 Teilnehmer konnten sich über innovative Online Business Applications informieren und sich mit Fachvorträgen auf den aktuellsten Stand im E-Business Print bringen lassen.

Printdata Kunden erwartete auf dem ersten Anwendertreffen Anfang Juni in Höhr-Grenzhausen ein spannender Tag mit Vorträgen rund um das E-Business Print.

Printdata Geschäftsführer Frank Siegel führt durch die neue Lösung Obility

Printdata Geschäftsführer Frank Siegel führt durch die neue Lösung Obility

Bernd Zipper von zipcon consulting, der jüngst eine umfangreiche Studie für das komplette Umfeld des Geschäftsfeldes E-Business Print auf der Plattform www.epos-studie.de gestartetet hat, stellte in seinem Vortrag die Herausforderungen an die Online-Print-Branche heraus: „Wir müssen lernen, dass das Internet gänzlich andere Regeln und Wertschöpfungsmechanismen voraussetzt – Software-Anbieter und Druckdienstleister, die online agieren wollen, müssen das verstehen, adaptieren und umsetzen“, so der Berater und Lehrbeauftragte. „Schnelligkeit und Flexibilität sind Grundlagen für erfolgreiche Geschäfte im Internet.“ Um diese Flexibilität zu gewährleisten, seien agile Architekturen, flexible und intelligente Online-Shop-Plattformen erforderlich. „So werden auch kleinere Online-Print-Anbieter ihre Nische im Markt erobern oder den großen Anbietern Paroli bieten können.“

Welche Vorteile die Workflow-Automatisierung für Unternehmen hat, stellte Gerald Singelmann, der als Partner von DTP-Training & Support gemeinsam mit Inhaber Dirk Simanek das Unternehmen process-tech gegründet hat. Er stellte in seinem Vortrag fest, dass fünf wichtige Kernfragen bei der Automatisierung von besonderer Bedeutung sind: Wie und in welcher definierten Form kommen die Daten von den Kunden in das System? Wie werden die Daten auf Korrektheit oder Druckbarkeit überprüft? Wie läuft bei Fehlern die Kommunikation mit den Kunden? Wie werden Daten korrigiert? Wie werden sie vor dem Druck gegebenenfalls aufbereitet? Beispielhaft wurde der Umgang in der Praxis mit Hilfe von gängigen PDF-Tools, XML, JavaScript oder der Automatisierungslösung Enfocus Switch demonstriert.

Werner Jung von M/S VisuCom erläutert die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten nicht nur für reine Printshops

Werner Jung von M/S VisuCom erläutert die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten nicht nur für reine Printshops

Wichtigstes Highlight war aber die Präsentation des neuen Obility-Geschäftsbereiches, der aus der vorherigen Lösung Online Print-Shop hervorgeht. Stefan Fehmer aus der Forschung und Entwicklung des multi-channel Media-Dienstleisters Laudert GmbH + Co. KG gab Einblicke, wie man in seinem Unternehmen mit Obility Online-Business-Projekte seiner Kunden angeht. Beispielsweise für den Landtechnikhersteller Claas wurde ein europaweites Händlernetzwerk realisiert, über das die Vertriebspartner des Unternehmens nach genauen Vorgaben CI-getreue Marketing-Unterlagen aller Art wie unter anderem Anzeigen, Flyer oder Geschäftsdrucksachen editieren und bestellen können.

Die neuen Funktionen, Möglichkeiten  und Besonderheiten von Obility wurden von Printdata und M/S VisuCom in einzelnen Sessions präsentiert.

Was steckt hinter der Lösung Obility?

Obility geht aus dem von der Software-Schmiede M/S VisuCom und Printdata entwickelten Online Print-Shop (OPS) hervor, jedoch wurde die Funktionalität um eine Vielzahl weiterer Module ergänzt, die heute aus dem täglichen Bedarf einer E-Business-Anwendung hervorgehen. Neben dem Leistungsumfang als umfangreiche Web-Schnittstelle mit der Möglichkeit der kompletten Prozesssteuerung im Backend des Systems, wurde besonders auf die Flexibilität bei der Anpassung an individuelle Kundenanforderungen geachtet.

 

Der Obility-Baum: Während die Obility-Frontends die komplette Kommunikation mit den Kunden abdecken, steuert das Obility-Backend die kompletten innerbetrieblichen Prozesse des Online Business.

Der Obility-Baum: Während die Obility-Frontends die komplette Kommunikation mit den Kunden abdecken, steuert das Obility-Backend die vollständigen innerbetrieblichen Prozesse des Online Business.

So können Kunden aus den unterschiedlichsten Obility-Applikationen genau die Funktionen wählen, die für ihr E-Business Print-Modell die optimale Unterstützung bieten.  Durch den modularen Aufbau sind Erweiterungen oder Anpassungen an Kundenwünsche einfach zu realisieren, im Fokus stehen dabei wichtige Gesichtspunkte für einen modernen Betrieb: Senkung der Prozesskosten, Automatisierung, Standardisierung, Transparenz, Sicherheit und Flexibilität.

Mehr als nur Web-to-Print

Obility profitiert dabei von langjährigem Know-how, dass in dem mehr als 7-jährigen Joint-Venture von Printdata und M/S VisuCom entstanden ist. Eine Vielzahl neuer Funktionalitäten sind aus direkten Anforderungen von Kunden entstanden und fließen nun in den Modulbaukasten der Lösung. Wichtige neue Funktionen sind etwa der überarbeitete HTML-Editor, ein 3D-Viewer der besonders im Verpackungsbereich interessant ist, E-Procurement-Integration, Online Kalkulation, sowie MIS und PIM Funktionen.

Nahtlose Integration in bestehende Lösungen

Sind jedoch beim Kunden andere Lösungen ausgewählt oder bereits vorhanden, so ermöglicht die Schnittstelle „Obility API Connect“ ebenso eine nahtlose Integration in ERP-, MIS-, PIM-, Workflow- und E-Procurement-Systeme. Auf Kundenwunsch kann zudem ebenso eine Integration einzelner Obility-Funktionen – etwa die Einbindung des leistungsfähigen HTML-Editors – in andere Systeme realisiert werden.

Die Stärken der Obility-Lösung liegen dabei in der Flexibilität und offenen Struktur, die es Kunden im Bedarfsfall erlaubt, die Funktionalität und Struktur ihrer Online-Präsenz in Eigenregie anzupassen. „Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben, es unseren Kunden zu ermöglichen, ihre Frontends ohne großen Programmieraufwand selbstständig modifizieren zu können. Im Grunde sprechen wir bei Obility von einer 3 Tier+ Architektur mit Programmfunktionen, die mit der ERP-Lösung nichts direkt zu tun haben, sondern es den HTML-Entwicklern einfach machen, Obility ihren Anforderungen entsprechend zu individualisieren und im Tagesgeschäft flexibel anzupassen – sowohl das Screendesign als auch die Funktionen und die Klickwege, was wiederum die Voraussetzung einer konsequenten Kundenorientierung ist“, erklärt Jens Pötz, der sich bei M/S VisuCom mit Werner Jung die Geschäftsführung teilt.

Besondere flexible dank 3-Tier Architektur

Besondere flexible dank 3-Tier Architektur

„Obility war seit je her viel mehr als eine Web-to-Print-Lösung. Deshalb lag es nahe, Obility für zusätzliche Anforderungen zu öffnen, was wir mit der Gründung des neuen Geschäftsbereichs von M/S VisuCom jetzt realisieren. Dabei steht der Name Obility für Online Business Ability, also eine perfekte Unterstützung aller Formen des Online-Geschäfts“, erklärt Printdata-Geschäftsführer Frank Siegel, dem auch die Rechte an dem neuen Markennamen gehören, „Das Zusammentreffen von M/S VisuCom und Printdata war für beide Seiten geradezu ein Glücksfall. Hier ist fundiertes Know-how aus dem industriellen Umfeld mit jahrzehntelangen Erfahrungen aus der Druck- und Medienbranche zu einer Lösung verschmolzen, die auch komplexeste Anforderungen an das Online Business abdeckt“.

Als zentrale Web-Schnittstelle wird Obility in der Praxis über die von M/S VisuCom entwickelte Schnittstelle API Connect häufig mit ERP-, MIS- (Management Information-System), Workflows für die Druck- und Medienproduktion oder E-Procurement-Systemen verknüpft – bis hin zur Einbindung einzelner Obility-Funktionen in andere Web-to-Print-Lösungen. Auch aus Offline Clients wie Fotobuch-Software lassen sich Obility-Funktionen direkt ansprechen. Hier wie da sind alle Obility-Funktionen uneingeschränkt in externen Systemen einsetzbar. Kunden können Obility wahlweise im Rahmen von ASP (Application Service Providing) und SaaS (Software as a Service) nutzen oder die Software auf einem eigenen Web-Server installieren lassen.

 

Im Rahmen der E-Business Print Online Studie wurden eine Vielzahl von Unternehmen auf ihren Funktionsumfang getestet

Auch in der Auswertung der E-Business Print Online Studie EPOS zeigt die Lösung von Printdata und M/S VisuCom in vielen Disziplinen eine hohe Funktionalität und umfangreichen Leistungsumfang. Premium-Kunden können sich sofort einen Überblick über die Lösungsfunktionen machen, neue Funktionen werden nach Abstimmung mit den Herstellern kurz nach Erscheinen im System aktualisiert – so sind Sie jederzeit „Up-to-Date“. 

 

 

Tags: , , , , ,

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv