E-Ink in Preisschildern

1. Juli 2013, 15:00 Uhr | Archiv

Zusammen mit der österreichischen Supermarktkette Billa hat das ebenfalls in Österreich ansässige Unternehmen „Imagotag“ die Supermärkte mit elektronischen Preisschildern ausgestattet. Auf Basis von E-Ink-Displays können die Supermärkte jetzt per Funk die Preise ändern.

Die österreichische Supermarktkette Billa setzt in Zukunft auf Preisschilder mit E-Ink-Technologie. Quelle: futurezone.at

Die österreichische Supermarktkette Billa setzt in Zukunft auf Preisschilder mit E-Ink-Technologie. Quelle: futurezone.at

Das elektronische Preisschild bringt neben der Elektronik mit Sende- und Empfangseinheit für die Daten ein Display mit einer Bildschirmdiagonale zwischen 1,44 und 10,1 Zoll und eine Batterie mit. Dadurch ist es kaum dicker als ein herkömmliches Papierschild, soll laut dem Hersteller aber bis zu fünf Jahre ohne Batteriewechsel nutzbar sein. Eine Version mit Solarzellen soll noch längere Laufzeiten erreichen und ist momentan in der Entwicklung.

Sendestationen, die WLAN Access Points ähnlich sehen, sind für den Versand der Daten an die Preisschilder verantwortlich. Über einen Rechner in der Filiale oder der Firmenzentrale können die Preise dann per Funk geändert werden. Eingesetzt werden die elektronischen Preisschilder vor allem für Aktionsartikel, deren Preis sich häufiger ändert. Hier kann jetzt flexibel und schnell auf die Preisänderungen der Mitbewerber reagiert werden. Das Neudrucken und Aushängen von Papierpreisschildern entfällt hier künftig.

Artikel deren Preise sich selten ändern, sind auch in Zukunft mit den herkömmlichen Schildern ausgestattet, weil hier Preis und Nutzen nicht in Relation stehen. Für ein E-Label fallen momentan noch Kosten von rund 15 Euro an, die Access Points kosten rund 350 Euro. Dank des Einsatzes der 2,4 GHz Funkfrequenz kann ein einzelner Access Point allerdings eine Fläche von rund 1.000 Quadratmetern und 10.000 Preisschildern abdecken. Lösungen von Mitbewerbern decken nur ein Achtel der Fläche ab.

Billa selbst ist äußerst zufrieden mit den Preisschildern. Dank vielfältiger Zusatzmöglichkeiten, so ist zum Beispiel auch eine Temperaturerfassung und -übermittlung möglich, wollte jede Filiale möglichst früh mit den elektronischen Preisschildern ausgestattet werden.

Weiterentwicklungen der Preisschilder sind in Planung oder auch teilweise in der Entwicklung. So sind farbige E-Labels oder auch NFC-Integration in die Preisschilder weitere interessante Felder, die sowohl Anbietern aber auch Kunden Mehrwerte bieten können.

Quelle: futurezone.at

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Florian Meier

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