Penguin & Random House bilden größten Buchverlag der Welt

2. Juli 2013, 17:09 Uhr | Archiv

Wie Bertelsmann mitteilte, unterzeichneten das Medienunternehmen aus Gütersloh zusammen mit Penguin-Mutter Pearson am Montag Verträge, die die Fusion von Random House und Penguin zum größten Publikumsverlag der Welt besiegelten. Bertelsmann hält dabei 53 Prozent, Pearson die restlichen 47 Prozent.

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Penguin Random House umfasst alle Verlagseinheiten von Random House und Penguin Group in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Indien sowie die Random-House-Verlage in Spanien und Lateinamerika und die Penguin-Verlagsaktivitäten in Asien und Südafrika.

CEO der neuen Verlagsgruppe ist Markus Dohle. Er stand seit 2008 als Chairman und CEO an der Spitze von Random House. John Makinson, seit 2002 Chairman und CEO der Penguin Group, wird Chairman des Board of Directors von Penguin Random House. Die neue Verlagsgruppe soll mit mehr als 10.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 3 Mrd. Euro (3,9 Mrd. US-Dollar) erzielen. Penguin Random House umfasst knapp 250 Verlagseinheiten. Nicht darunter vertreten ist Deutschland. Sitz des Unternehmens ist New York. Die deutschsprachige Verlagsgruppe Random House in München wird nicht Teil von Penguin Random House. Sie verbleibt bei Bertelsmann, ebenfalls unter der Führung von Markus Dohle.

Angekündigt wurde die Fusion der beiden Unternehmen bereits am 29. Oktober des letzten Jahres. Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, erklärt: „Mit [der Fusion] haben Bertelsmann und Pearson endgültig die Weichen für die Zukunft des Buches gestellt. Die Bildung der Gruppe ist der bestmögliche Weg zu neuem Wachstum in der Verlagsbranche – und zu neuem Wachstum für Bertelsmann. Gemeinsam können und werden wir in einem deutlich signifikanteren Umfang investieren. Und zwar in vielfältige Inhalte, in die Entwicklung und Unterstützung von Autorinnen und Autoren, jedoch genauso in das gesamte physische und digitale Spektrum von Buchakquise, -produktion und -vertrieb sowie in wachstumsstarke Zukunftsmärkte.“ Damit, fährt Rabe fort, füge sich dieser Merger passgenau ein in die strategischen Prioritäten, mit denen Bertelsmann nach neuem und nachhaltigem Wachstum strebe. „Durch die Bündelung von Ressourcen, die gemeinsame Expansion und eine größere Reichweite stärken wir eines unserer Kerngeschäfte. Wir beschleunigen seine digitale Transformation und nutzen deren gesamtes Spektrum an Möglichkeiten. Wir fördern regionales Wachstum, vor allem in China, Indien sowie Brasilien.“

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Marco Schürmann

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