Onlinehändler meist ohne Tracking

3. Juli 2013, 9:37 Uhr | Archiv

Fast jeder zweite Online-Kauf wird auf der Bezahlseite abgebrochen. Mehr als die Hälfte der Händler erfährt dabei durch mangelndes Tracking nicht, an welchen Stellen der Kauf scheitert und der Kunde das Angebot verlässt. Zu dem Ergebnis kommt der Paymentanbieter Sage Pay, der in einer Untersuchung 300 E-Commerce-Betreiber befragte.

(© Lucian Milasan - Fotolia.com)

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Durch abgebrochene Käufe oder liegen gelassene Warenkörbe entgeht den Online-Händlern viel Umsatz. Woran der Kauf letztendlich scheitert – das wissen 60 Prozent der befragten E-Commerce-Betreiber nicht. Die Onlinehändler, die das Besucherverhalten auf ihrer eigenen Website verfolgen, gaben an, dass fast jeder zweite (46 Prozent) Kauf-Vorgang auf den Bezahlseiten abgebrochen wird. Das ist das Ergebnis des Paymentanbieters Sage Pay im E-Commerce-Benchmark Report für Onlinehändler.

Das Internet spielt eine immer größere Rolle im Handel. Die meisten Studienteilnehmer sehen die Grenzenlosigkeit des Web für eine Chance. In der internationalen Expansion des Angebots sehen 93 Prozent der befragten Händler ein großes bis mittleres Umsatzpotential. 58 Prozent halten die Logistik jedoch für eine Herausforderung, 54 Prozent befürchten Kommunikationsschwierigkeiten und 51 Prozent haben Rechtsunsicherheiten. Auch Social Media wird oft genutzt. Mit 54 Prozent setzt knapp über die Hälfte der deutschen Onlineshops auf Social Media. 45 Prozent haben ihren Shop auch für mobile Geräte fit gemacht und fast ein Viertel der Händler erzielt Umsätze zwischen 20 und 40 Prozent des Gesamtumsatzes über den mobilen Kanal.

Doch das Internet birgt auch Risiken. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer gab an, innerhalb der vergangenen zwölf Monate Opfer von Betrug im Internet gewesen zu sein. Doch trotz dieser Gefahren investieren 50 Prozent der Onlinehändler weniger als 500 Euro im Jahr für Sicherheitsmaßnahmen. Auch für die Kunden sieht es oft nicht gut aus. Mehr als ein Fünftel der Händler gab an, die Sicherheitsstandards für Transaktionen nicht zu erfüllen. Fast jeder zweite wusste nicht genau, wie sicher die eigenen Bezahlvorgänge sind.

Der Onlinehandel boomt immer weiter und konnte sich im ersten Quartal dieses Jahres für einen Anteil von 80 Prozent des Versandhandelsumsatzes verantworten, so der bvh.

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Marco Schürmann

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